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Montag, 22. Juni 2009

Lehrling ohne Aufsicht

Tage wie heute sollten eigentlich öfter vorkommen:

- zehn Uhr im Büro
- angenehme Arbeit in Form von Anträgen erledigt
- gechattet
- Mittagspause
- Postausgang
- gechattet
- auf André gewartet
- mit André Anträge unterschrieben
- mit André in der Galerie Roter Turm Ratten angeguckt
- einen Schulfreund wiedergesehen und mit ihm geplaudert
- mit André im Coffeeshop gesessen und über Versicherungen geredet
- Gesellschaft in Form von Andrés Verlobter Sandra bekommen
- Sandra zur Förderrente beraten
- Förderrente abgeschlossen
- Gesellschaft in Form meiner besten Freundin Katha bekommen
- Gesellschaft in Form der Mutter meiner besten Freundin Katha bekommen
- mich vom Überbleibsel André und Sandra verabschiedet

Einfach toll! Erfolgreich ohne viel Aufwand und jede Menge Abwechslung! Ich liebe meinen Job. Außendienst rockt!
Und warum ohne Aufsicht?
Weil mein Pate in Spanien Urlaub macht.

Freitag, 19. Juni 2009

x x x

Das sind die drei Kreuze, die ich mache, weil die Woche endlich vorbei ist.
Eine Woche voller Anspannung, eine Woche unruhigen Schlafs, eine Woche Verwirrung und Beunruhigung.
Ersteres und Letzteres sind in dem Moment abgefallen, als ich heute nach meiner Präsentation wieder auf dem Stuhl saß und mich nur noch passiv zu verhalten brauchte.
Wie bei Twitter schon öfter mal erwähnt, sollte ich im Rahmen der innerbetrieblichen L-KV-Ausbildung (Leistungserstattung in der Krankenversicherung) über die Unterschiede zwischen Akutkrankenhäusern und gemischten Krankenanstalten sprechen.
Über den Inhalt will ich mich jetzt nicht weiter äußern, weil das zum Einen nur langweilen würde und ich zum Anderen jetzt auch erstmal thematisch damit abgeschlossen habe.
Zufrieden war ich mit meiner Leistung nicht. Obwohl ich während des Aufwachens heute früh noch eine gute Idee hatte, wie ich die Gruppe in mein Referat einbinden kann, ließen sich die äußerlichen Anzeichen meiner Nervosität dann doch nie über die 15 Minuten hinweg verbannen.
Trotzdem hab ich die Weiterbildung insgesamt mit 2,2 abgeschlossen und kann mich mit diesem Gesamtergebnis wiederum sehr gut anfreunden.
Was mich vor den zwei Tagen in Leipzig eigentlich noch mehr schwitzen ließ, war die Tatsache, dass ich vergessen hatte meine Zugfahrkarten dorthin auf Arbeit zu bestellen und somit in Vorkasse gehen musste, wofür ich trotz Urlaubsgeldes und gerade mal Mitte des Monates kein Geld mehr hatte.
In diesem Zusammenhang hat mir Steph einmal mehr aus der Patsche geholfen, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Diese Hilfe hat längst nicht jeder von sich aus angeboten, und dafür schätze ich sie sehr.
Betrachten wir die Woche also als abgehakt und aus dem Kalender gestrichen, denn es war sicherlich nicht die beste in meinem jungen Leben, sondern viel mehr hat sie mich wieder mal zum Nachdenken gebracht und mich mit mir selber nicht im Reinen sein lassen.

Dienstag, 5. Mai 2009

Eine Reise, die ist lustig

Als ich erfuhr, dass meine Kollegen eine Einladung zu einem Betriebsausflug in die Hauptverwaltung bekommen hatten, war ich ein bisschen neidisch, weil mich als Auszubildende gar nichts dergleichen erreicht hatte.
Und dann kriegte ich heute den Anruf. Beim Innendienst und den Lehrlingen wären die Einladungen verzögert worden, weil man in der Verwaltung erstmal mit anderen Dingen zu tun gehabt hätte. Verständlich.
Wir dürfen also definitiv mitfahren!
Das alles wird sich voraussichtlich so gestalten, dass wir freitags in der Früh mit dem Bus losfahren, nach Ankunft und Check-In im Hotel die Hauptverwaltung gezeigt bekommen - worauf ich schon richtig gespannt bin - und samstags dann ein kulturelles Rahmenprogramm veranstaltet wird, woraus die Organisatoren aber noch ein Geheimnis machen. Bei der Gelegenheit wird dann auch ein kleines Kaffeekränzchen mit dem Vorstand stattfinden. Wie cool, dann lern ich den Generaldirektor und andere unternehmensinterne VIP persönlich kennen! Das wird bestimmt ein bisschen Gänsehaut-Feeling geben. Sonntags geht's dann wieder ins heimatliche Sachsen.
Das ist mir die 180€ auf jeden Fall mal wert, denn ich weiß nicht, ob sich so schnell nochmal die Gelegenheit ergeben wird das Herz der Debeka kennenzulernen.
Freu mich schon sooo!

Samstag, 25. April 2009

Darum mag ich meinen Job

Der Außendienst ist ein Segen und Fluch zugleich. Fluch, weil enormer Druck auf einem lastet, man Leistung bringen muss, bestimmte Ergebnisse von einem erwartet werden und es nicht immer die leichteste Aufgabe ist an Termine zu kommen geschweige denn Mitglieder und Interessenten von notwendigem Versicherungsschutz oder einem Versichererwechsel zu überzeugen.
Segen, weil man sich seine Arbeitszeit recht flexibel einteilen kann, man eben doch immer mit Menschen zu tun hat, immer was dazu lernt und viel herumkommt.
Gerade letzterer Aspekt ist für mich ausschlaggebend. In den Wohnungen und Häusern unserer Kunden kann ich mir oftmals Anregungen für mein eigenes Heim später holen.
Am Freitag hatte ich mit meinem Paten einen Termin bei einer Kundin, die ein sehr schönes Eigenheim hat. Von innen bekam ich zwar nur die Küche und das Esszimmer zu sehen, aber das hat schon ausgereicht, um mir als eines von mehreren Zielen in meinem Leben zu setzen, dass ich selber mal ein Haus bauen und bewohnen will. Ist zum Einen nicht die schlechteste Altersvorsorge und zum Anderen sicher besser, wenn ich das nächste Ziel realisieren will: vier Kinder zu haben, nämlich zwei Töchter und zwei Söhne.
Als ich nämlich gestern morgen aufgewacht bin, kam mir im Traum die Eingebung für den zweiten Mädchennamen: Emily. In den hab ich mich sofort verliebt...
Die erste Tochter soll Natalie heißen, der erste Sohn Silas und der zweite Marek.
Und daaann will ich zu guter Letzt auch unbedingt noch einen Hund in der Familie haben! Im Idealfall bin ich dann immer noch bei meiner Debeka angestellt.
Das wär so ziemlich meine perfekte Zukunftsvorstellung.

Dienstag, 21. April 2009

Jung und alt

Ungefähr einmal monatlich verteilen mein Pate und ich in verschiedenen kirchlichen, karitativen und pflegebezogenen Einrichtungen den sogenannten Tipp des Monats. Darin wird auf ein aktuelles Problem hingewiesen, das unter Umständen auch die Versicherungen der Leute betrifft.
Heute war's wieder soweit.
Das erste Pflegeheim, das wir heute aufgesucht haben, ist für mich leider auch immer das am wenigsten erträgliche.
In manchen Etagen riecht man förmlich die Pflegebedürftigkeit, und das ist ein unangenehmer Geruch, weil er so an Urin erinnert. An den einzelnen Zimmern stehen die Namen der Pflegebedürftigen, und da ich recht regelmäßig dort bin, sehe ich dann auch, wer immer noch dort wohnt oder wo vielleicht schon wieder jemand anderes eingezogen ist. In solchen Momenten wird mir bewusst, wie gut ich's als junger Mensch noch hab, wie weit weg meine eigene Sterblichkeit noch zu sein scheint, aber dass auch ich eines Tages auf Hilfe angewiesen sein werde.
An sich stört mich dieser Gedanke gar nicht besonders, aber wenn auf einmal eine alte Dame im Rollstuhl hinter meinem Paten und mir her ruft, dass wir bitte warten sollen, weil sie auch nach draußen und nach Hause möchte, trifft einen das schon. Vor allem, wenn man einen der Pfleger dann noch sagen hört, dass das nun ihr Zuhause ist...
Nicht auszudenken, was passiert, wenn ich eines Tages dement werden sollte. Ich hoffe es nicht, aber was ich heute erlebt hab, lässt mir schon ein bisschen die Adern gefrieren.

Dienstag, 14. April 2009

Bilanz eines Arbeitstages

Schöner kann ein (un)gewöhnlicher Arbeitstag eigentlich nicht sein:
  • nach dem Aufstehen WORMS WORLD PARTY gegen den Freund zocken, um wach zu werden
  • vom Freund zur Arbeit gefahren werden
  • entspannt im Büro mit den Kollegen plaudern
  • einen gemeinsamen Außendiensttermin bei einer sympathischen Kundin haben
  • die erste eigene Anbahnung einer privaten Krankenversicherung realisieren
  • eine anderthalbe Stunde Zeit haben, um zu Hause zu chillen
  • eine halbe Stunde mit dem Fahrrad Richtung Kino fahren und dabei dem Kumpel zu begegnen, den man erst dort treffen wollte
  • WILLKOMMEN BEI DEN SCH'TIS angucken
  • abschließend bei teilweise grusliger Atmosphäre und kaputtem Dynamo wieder nach Hause radeln.
Weniger schön hingegen war, dass ich mich den ganzen Kassberg mit der Motivation hochgekämpft hab zu Hause gleich die zweite Halbzeit des UEFA-Viertelfinals FC Bayern München gegen FC Barcelona anzugucken; und dort in Windeseile geduscht und meine Haare gewaschen hab, nur um letztlich zu bemerken, dass die Partie im FreeTV gar nicht ausgestrahlt wird.
Schicksal.

Dienstag, 31. März 2009

Zurückgeblickt

Diese Woche ist mal wieder Innendienst angesagt, für mich immer ein schönes Zwischending von Berufsschule und Außendienst. Man hat mit Theorie und Praxis zu tun und die regelmäßige Arbeitszeit, die man in der Berufsschule, aber nicht im Außendienst hat.
Dadurch hab ich auch mitbekommen, dass im Moment wieder Bewerbungen und Vorstellungsgespräche an der Tagesordnung sind.
Grund genug mal über die vergangenen zwei Jahre nachzudenken, die seit meiner eigenen Vorstellung bei der Debeka ins Land gegangen sind, und was sie mir gegeben haben:

  • ein neues Umfeld, in das ich mich wunderbar integriert hab und worin ich mich wohl fühle
  • einen regelmäßigen Tagesablauf
  • das gute Gefühl mir mein Geld verdient zu haben
  • das Geld selber, womit ich mir hin und wieder tolle Dinge leisten kann
  • eine Perspektive, ein Ziel, worauf ich hinarbeite
  • möglicherweise eine gesicherte Zukunft
  • die Chance mir mein eigenes Leben aufzubauen
  • nicht zuletzt den Antrieb für mich selber vorzusorgen

Schon heftig, wie schnell zwei Jahre vergehen. Aber ich möchte nun auch nicht sentimental werden, sondern einfach nur meine Dankbarkeit darüber zum Ausdruck bringen, dass ich nach nur drei Monaten nach meiner Exmatrikulation einen Ausbildungsvertrag unterschreiben konnte. Noch dazu einen mit sehr guter Vergütung und räumlicher Nähe.
Hoffen wir, dass 2009 gut für mich läuft, damit ich in einem anderthalben Jahr übernommen werde.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Max

Und wieder mal ein Kundenbesuch. Abgesehen von einer Kfz-Versicherung, auf die ich irgendwie nicht ganz vorbereitet war - was den Termin umso erfreulicher macht - und der Feststellung, dass sie doppelt hausratversichert ist, war das Prägnanteste daran: ihr Kater.
Ein wunderschöner orange-getigerter Kater mit hellgrünen Augen, namens Max. Und wenn ich schreibe, dass ich noch nie so etwas Verschmustes wie ihn erlebt hab, dann dürft ihr mir das glauben. Ich war hingerissen.
Mein Pate und ich saßen noch nicht ganz, da war Max schon bei uns auf dem Sofa und kuschelte sich an uns, mal hier, mal da.
Ich liebe Tiere unglaublich. Wenn ich mal mit Steph zusammenwohne, wollen wir auch eine Miez haben.
Aber was mir wirklich, wirklich, wirklich immer unter die Haut geht, ist, wenn man ihnen in die Augen guckt, und sie erwidern den Blick. Das war für mich irgendwie schon immer was Besonderes. Ein Mensch und ein Tier, die sich in die Augen blicken.
Ich weiß, ich werd schon wieder zu romantisch!

Montag, 2. Februar 2009

Russische Gastfreundschaft

Nein, ich war nicht in Russland und habe mich mit Wodka abfüllen lassen.
Mein Pate und ich hatten heute einen Außendiensttermin bei Kunden von ihm, die russischer Abstammung sind. Ihre Freundlichkeit und Offenherzigkeit waren so verblüffend, dass ich dachte, manch Deutscher müsste sich davon mal eine Scheibe abschneiden.
Nachdem ER mir so lange etwas zu trinken anbot, bis ich doch Ja sagte - warum ich vorher abgelehnt hatte, war mir selber nicht so recht klar; verspürte ich doch dezenten Durst - wurde es dann so langsam mal geschäftlich. Aber auch nur für wenige Minuten, dann nämlich wies mich mein Pate auf IHR künstlerisches Talent hin, was beide sofort dazu brachte uns die gesamte von IHR gestrichene und bemalte Wohnung zu zeigen. Und was ich sah, hat mir sogar sehr gut gefallen!
Da ihre Tochter gerade nebenan einzieht, hat SIE sich auch gleich dafür verantwortlich gefühlt die Wohnung mit IHRER Handschrift zu streichen. Wie in ihrer eigenen Behausung hat jedes Zimmer eine andere Farbe bekommen - was ich schon mal von vornherein toll finde und für meine erste eigene Wohnung genauso plane.
ER, hin und wieder während des Beratungsgesprächs immer mal verschwunden, um eine rauchen zu gehen, kam dann urplötzlich mit zwei noch in der Verpackung befindlichen "Wir lieben Chemnitz"-T-Shirts der lokalen Brauerei zurück und drückte meinem Paten und mir je eines in die Hand. Er würde eh immer was zum Verschenken von der Arbeit mitnehmen.
Ganz nebenbei druckte mein Pate währenddessen eine Hausrat-, eine Haftpflichtversicherung und eine Förderrente aus.
Solche Termine könnten wir öfter mal haben!

Samstag, 22. November 2008

Von fünfen, die auszogen das Verkaufen zu lernen

Heute nun fand der Siebente Chemnitzer Lehrertag im Einsiedler Gymnasium statt, der vom Sächsischen Lehrerverband organisiert wurde und zu dem ich gemeinsam mit einer Azubine aus dem dritten Lehrjahr vom Geschäftsstellenleiter persönlich berufen wurde.
Da Lehrer bekanntermaßen im öffentlichen Dienst arbeiten und daher ein besonderes Klientel der Debeka darstellen, konnte es natürlich für uns nur von Interesse sein uns dort zu präsentieren. Von 07.45 Uhr bis 12.30 Uhr standen wir heute also neben drei weiteren Mitbewerbern mit unserem Stand in der Aula dieser wunderschönen Schule und hofften auf reges Interesse und ein bisschen Glück. Allerdings versprachen Anne und ich uns nicht besonders viel davon, weil drei Mitarbeiter einer anderen Debeka-Geschäftsstelle mehr oder weniger im Vordergrund standen, und wir zwei lediglich die typischen Lehrlingsaufgaben bekamen. So durften wir sinnloserweise die Eiskratzer abwischen. Die gingen bei den Interessenten allerdings weg wie warme Semmeln, genau wie die Feuerzeuge und Kulis. Nicht ein wirkliches Beratungsgespräch kam zu Stande, und bei den zwei bis drei Unterhaltungen, die unsere Kollegin aus Mittweida dann führen konnte, beriet sie auch noch falsch und vertriebstechnisch nicht unbedingt clever. Ganz großes Tennis.
Jedenfalls zeigte sich in diesen Stunden wieder mal, dass Verkaufsstände von Versicherungsgesellschaften bei solchen Veranstaltungen eigentlich nur der Befriedigung von Mitnahmebedürfnissen dienen. Haben wir ja aber gerne getan. ;o)
Dafür hatten wir dann aber auch eher Feierabend als gedacht.
Und im Gegensatz zu den etwa 300 Lehrern, die aus der gesamten südsächsischen Region gekommen waren, mussten wir als Sponsoren auch keinen Eintritt bezahlen, konnten aber dem Chorgesang und der amüsanten Rede des Hauptredners lauschen. Gelohnt hat sich's in der Hinsicht also schon.
Trotzdem freu ich mich darauf wenigstens morgen ausschlafen zu dürfen!

Donnerstag, 20. November 2008

Liebes Tagebuch!

Wenn du heute Abend kurz nach 21 Uhr jemanden fluchend und vor sich hin grummelnd den Kassberg entlang gehen sehen hast, dann war ich das.
Denn obwohl der Kundentermin erfolgreich ausging, nämlich mit einem Antrag auf Kfz-Versicherung als Ergebnis, war ich doch sehr unzufrieden mit mir. Erstens hab ich schon bei meinem Paten im Auto gemerkt, wie unvorbereitet ich war, als er mich fragte, ob ich auch Papier dabei hätte. Natürlich hatte ich das wieder mal nicht. Ich sollte künftig einen großen Stapel zu Hause bunkern, damit ich immer welches griffbereit hab. Mein kleiner Vorrat reicht gerade mal für ein paar Tagesberichte.
Vorher erzählte er mir noch, dass sein Tag ziemlich stressig gewesen sei, er von einem Termin zum nächsten gefahren wäre und ich also den Großteil der Beratung übernehmen solle. Da musste ich dann schon schlucken.
Weiter ging's dann damit, dass ich mit der Beratung beginnen sollte. Da verhaspelte ich mich das erste Mal, sodass Herr Körner anbot zu übernehmen. An der Stelle wär ich am liebsten schon nach Hause gegangen.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs konnte ich mich nicht zurückhalten, als der Antrag ausgedruckt war und ich meinen Paten fragte, ob ich ihm den mitgeben oder bis Montag aufheben solle, denn dann bin ich wieder im Außendienst.
Der Kunde musste unweigerlich lachen, denn meine Frage hatte sich angehört, als ob ich den Antrag vorher zerreißen wolle. Aber abgesehen davon musste ich mich innerlich dann auch deswegen schelten, weil diese Frage doch sehr geschäftstüchtig klang, um's mal milde auszudrücken, und in meinen Ohren etwas unangebracht. Ich kann nur hoffen, dass die beiden es nicht so eng gesehen haben, doch mich hat mein Gesamteindruck recht kritisch gestimmt, und ich neige nun mal stark zur Selbstreflexion.
Zumal mein Pate ja dann beim Gehen noch meinte, es wären keine Geschäftsschuhe, die ich trüge - womit er ja auch Recht hatte, ich hatte Turnschuhe angezogen - aber da sonst auch niemand Wert auf meine Schuhe legt, vor allem, wenn ich schicke anhab, bin ich davon ausgegangen, dass es in der Dunkelheit und beim Kunden auch niemand tut. Es musste eben mal bequem sein, weil ich mir vorgenommen hatte nach dem Termin nach Hause zu laufen anstatt mich fahren zu lassen.
Ich kann mir nur vornehmen das nächste Mal nicht wieder so ein - für mich - peinliches Verhalten an den Tag zu legen! Argh! Gut, dass ich bald ins Bett komme.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Wunder gibt es immer wieder

...und in meinem Fall in einer äußerst kuriosen Form. Als ich heute mit Steph im Servicebüro war, um etwas Geschäftliches mit ihr zu erledigen, hab ich meine Tagesberichte ausgedruckt. Unsere Arbeitswoche geht immer von Freitag bis Donnerstag, sodass es heute richtig gut gepasst hat.
Als ich den Bericht von vergangenem Freitag gedruckt hatte, fiel mir eine Ungereimtheit auf: Er unterstellte mir Arbeit, an die ich mich nicht erinnern kann - nämlich dergestalt, dass ich in der Übersicht der Versicherungssparten, die man bei uns abschließen kann, plötzlich einen Kfz-Antrag mit beträchtlichem Monatsbeitrag sowie der entsprechenden Provision vorfand.
Tatsächlich hatte ich am Freitag meinen Laptop gar nicht angerührt, denn ich hatte von morgens bis nachmittags Innendienst und als ich nach Hause kam Feierabend.
Ironischerweise hatte ich zwei Wochen vorher zwar einen Kfz-Versicherungsantrag für eine Kundin ausgedruckt und einen zweiten für ihren Sohn, allerdings waren die dann ja auch auf den Tagesberichten des entsprechenden Datums aufgeführt.
Nun frag ich mich, ob mir entweder mein Verstand einen Streich spielt oder mich ein Kobold in die Irre führen und auf der Rankingliste der Lehrlinge meines Jahrgangs nach oben katapultieren will - was er mit nur einem Vertrag nicht schaffen würde, weil ich mittlerweile nur noch auf Platz fünf von 24 bin, wie ich heute festgestellt hab. Trotzdem hab ich aber ein Lob unseres Geschäftsstellenleiters hinter meiner Namenszeile stehen.
Back to topic: Meine Technik verselbstständigt sich! Leider kann ich für sie keine private Krankenversicherung abschließen. ;o)
Irgendwie macht mir das nun schon Sorgen. Sicherheitshalber hab ich hinter die betroffenen Punkte meines Tagesberichtes vom 24.10. Fragezeichen gemacht - damit bloß niemand auf die Idee kommt, ich hätte was unterschlagen.

Mittwoch, 24. September 2008

Noch ein erstes Mal

Man stelle sich das vor: Klein Jule wird das erste Mal alleine zu einer Kundin geschickt, mit der sie so gar nichts zu tun hat!
Heute war es an mir meinen Arbeitstag zu gestalten, weil ich vormittags eine Besprechung mit den anderen Lehrlingen und nachmittags den oben erwähnten Termin für ein Vorstellungsgespräch hatte. Die Kundin hab ich aus dem Bestand von jemandem bekommen, der im August bei uns aufgehört hat.
JEDENFALLS! Bis kurz vorher war ich so gar nicht aufgeregt. Erst, als ich dann an ihrem Tisch saß, wurde mir bewusst, dass ich hier zum ersten Mal eine Art Eignungstest für den Außendienst ablege und mich ohne den väterlichen Schutz meines Paten bewege.
Zum Glück war das ein Termin, bei dem wir uns erstmal gegenseitig beschnuppern konnten und ich nicht allzu viel - nicht vorhandenes - Fachwissen an den Tag legen musste. Somit konnte ich erstmal sämtliche Fragen loswerden, die ich zu stellen gedachte, musste dann aber gar nicht mehr groß nachhaken, weil sie mir ihre Geschichte mehr oder weniger schon selber erzählte.
Sympathische Frau auf jeden Fall, und ich glaub, ich hab meinen ersten eigenen Kundentermin ganz gut hinbekommen!
Seid stolz auf mich!

Montag, 22. September 2008

Aus dem Leben eines Lehrlings

Also, ich muss sagen, dass ich mich an derlei Montage wie heute sehr gut gewöhnen könnte.
Da ich unter der Woche immer um die gleiche Zeit aufstehe, egal, wann ich ins Büro muss, habe ich immer unterschiedlich viel Zeit, um wach zu werden. Diese mindestens 75 Minuten verbringe ich - wie sollte man es auch anders von mir erwarten - vor dem Rechner, genauer gesagt bei der Horde von Irren, bei der ich seit mittlerweile fünf Jahren wieder angemeldet bin.
Montags muss ich immer erst zehn Uhr im Büro sein, weil wir da Dienstberatung haben. Unser Bürochef gibt uns an diesem Tag immer das weiter, was er freitags zuvor von unserem Geschäftsstellenleiter - dem Chemnitzer Chef quasi - erzählt bekommen hat.
Der Zeitrahmen dieser allmontäglichen Veranstaltung bewegt sich meistens zwischen ein und zwei Stunden, sodass man im Anschluss praktisch gleich in die Mittagspause gehen kann, was wir heute auch gemacht haben. Das nahm nochmal eine Stunde in Anspruch, bevor mein Pate und ich einen Kunden von ihm aufgesucht und beraten haben.
Letzten Endes hatte ich dann 15.15 Uhr Feierabend und muss sagen, dass ich mit so einem Arbeitstag mehr als zufrieden bin!

Freitag, 19. September 2008

Achtung, hier wird geblitzt!

Über Monotonie in meiner Ausbildung kann ich mich bis zum Jahresende nicht beschweren! In den nächsten Wochen und Monaten wird die Lehre ziemlich abwechslungsreich verlaufen.
Die kommende Woche hab ich noch Außendienst, danach genieße ich erstmal eine Woche Urlaub bei meinem Schnubbl. In den zwei Wochen darauf geht's für zwei Wochen in die Berufsschule, anschließend fünf Werktage lang wieder in den Innendienst. Dann folgt noch eine Woche Urlaub - ich "muss" 2008 schließlich noch neun Urlaubstage verbraten ;o) - bis es danach nochmal drei Wochen die Schulbank drücken heißt.
Nach der Theorie geht's dann nochmal kurzfristig in den Außendienst und bis Weihnachten schließlich nochmal zwei Wochen Innendienst, allerdings den dann wieder mit Nancy, was ich alles andere als erbaulich finde.
Jedenfalls hat's eine so temporeiche Phase bisher noch nicht gegeben und ich bin schon gespannt darauf, wie schnell die kommenden Monate dadurch vergehen werden!

Montag, 25. August 2008

Déjà Vu

Wie ich bereits in diesem Blogeintrag schrieb, lief vom 28.03. bis 31.07. ein Bausparprojekt für meine vier weiblichen Kolleginnen und mich. Das Ergebnis war nicht besonders berauschend, einzig Nancy hatte einen oder zwei Bausparverträge zu verbuchen.
Nun dachten wir, dass der Spuk ein Ende hatte - aber nichts.
Heute hatten wir wieder eine Schulung in der Landesgeschäftsstelle in Leipzig, deren Thema mit LGS-Projekt betitelt war. Wir vermuteten, dass wir uns ab jetzt gezielt auf die Riesterrente konzentrieren sollen, weil es für junge Leute unter 25 im ersten Jahr eine Extrazulage von 200€ gibt, sodass diese Personen im ersten Jahr insgesamt 354€ vom Staat geschenkt bekommen.
Stattdessen wurde uns wieder ein Bausparprojekt angekündigt, wobei wir dieses Mal mit zwei Lehrlingen aus Glauchau arbeiten sollen, die aber alles andere als motiviert sind. Wir haben uns als Gruppenziel 250.000€ Bausparsumme bis zum 02.12. vorgenommen - und hoffen, dass es dieses Mal erfolgreicher ausgeht.

Montag, 18. August 2008

Na doll!

10 Uhr:
- Dienstbesprechung

10.30 Uhr:
- Bausparangebot für einen Freund fertiggestellt

12 Uhr:
- Mittagessen mit Nadine, meiner Kollegin

13 Uhr:
- den Auftrag bekommen die Kundenberatung an Stelle meines Paten durchzuführen, wofür ich dann eher Feierabend machen darf

14 Uhr:
- Kunde, der sich für zwischen 13 und 14 Uhr angesagt hatte, ist noch nicht eingetroffen

15 Uhr:
- beharrliches Warten auf den Kunden
- Spiele auf dem neuen Handy ausprobieren

16 Uhr:
- kein Kunde in Sicht, dafür aber mein Pate

16.15 Uhr:
- Feierabend

Freitag, 1. August 2008

Schluss mit lustig

Ab heute kehrt wieder Ordnung im Hause Reif ein! Die sechs Tage sturmfrei sind schon wieder vorbei, Ma kommt aus dem Urlaub zurück.
Das heißt also, den Rechner über Nacht wieder ausschalten und etwas mehr Disziplin in Sachen Haushaltsführung an den Tag legen.
Aber da mein Urlaub eh vorbei ist und ich ab Montag wieder arbeiten werde, wird der Tagesablauf nach längerer Zeit wieder eine gewisse Regelmäßigkeit zeigen - zeitig aufstehen, ein bisschen chatten und wach werden und dann ins Büro gehen.
Juhu, wie hab ich das vermisst!
Doch, ganz ehrlich, ich freu mich schon richtig darauf wieder zu arbeiten. Die drei Wochen Freizeit und sechs Tage FreiHeit haben wirklich voll und ganz ausgereicht.
Frohes Schaffen also!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Arbeit deluxe

Ich muss sagen: Ich liebe es mich eigenverantwortlich organisieren zu dürfen, wenn mein Pate im Urlaub ist.
Heute hab ich spontan beschlossen unser Servicebüro nicht aufzusuchen - aus folgendem einfachen Grunde: Es wäre auf nichts anderes als telefonieren hinausgelaufen, und das kann ich auch von zu Hause aus tun.
Ergebnis: viel gechattet, null telefoniert!
Ich liebe den Außendienst. Man muss sich dann nicht mal dafür rechtfertigen..
-gg-

Dienstag, 10. Juni 2008

Sturmfrei

Zur Abwechslung mal kurz und bündig:
Mein Pate hat sich heute in seinen dreiwöchigen Urlaub verabschiedet! Das heißt, dass ich die kommenden drei Tage freie Zeiteinteilung genießen kann, bevor die Berufsschule wieder ansteht.
Meine Planung sieht für morgen vor ungefähr 13 Uhr im Büro zu sein..