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Dienstag, 13. Januar 2009

Das Invalidendasein

Zwei Tage, bevor ich aller Wahrscheinlichkeit nach meinen Gips loswerde, wäre es mal eine Erwähnung wert, welche Vorteile der mittlerweile sehr von mir geschätzte schwere Arm gebracht hat:

- kaum bis keine Beteiligung am Haushalt
- heiße Teller können darauf hilfsweise transportiert werden
- Stütze für einen schweren Kopf
- mehr Freundlichkeit und Hilfsangebote von Mitmenschen
- Haare werden von Mama gewaschen, was sich totaaal schön anfühlt

Weniger schön daran ist allerdings, dass die teilweise eingegipste Hand in keinen Handschuh passt und dass man anfangs auf die simpelsten Dinge wie Öffnen und Schließen des BH auf jemand anderen angewiesen ist.
Das Duschen macht mit einer Tüte um die Hand auch keinen Spaß.
Des Weiteren war das Timing mehr als ungünstig insofern, als dass ich dadurch den Beginn der LKV-Ausbildung verpasst habe, Leistungserstattung in der Krankenversicherung. Die Einführungsveranstaltung mitzubekommen wäre eindeutig nützlicher gewesen, als lediglich ein paar informative Blätter zu lesen. Mal sehen, wie und wann ich das nachgeholt bekomme.

Montag, 15. Dezember 2008

Tüten mit Dusche

Und zwar das allererste Mal in meinem Leben. Es ist nämlich vorher auch noch nie passiert, dass ich mir was gebrochen habe, aber irgendwann ist immer das erste Mal; und ich will in meinem Leben ja so viel wie möglich erlebt haben. ;o)
Folgendes ist also passiert: Am Samstag war ich mit meinem Ex-Freund Eric zum Schlittschuhlaufen verabredet. Etwa eine dreiviertel Stunde lang ging das Ganze auch gut, bis ich unversehens stürzte. Und noch während des Falls merkte ich, wie sich mein Handgelenk unnatürlich nach hinten verrenkte. Die Schmerzen waren dann dementsprechend höllisch.
Eric bot mir gleich an mich zum Arzt zu fahren, und nach einer kleinen Weile des Wartens, in der ich ausprobierte, ob sich das Wehwehchen wieder legen würde, nahm ich das Angebot an. Im Nachhinein bin ich auch ziemlich dankbar dafür - denn wie sich im Krankenhaus herausstellte, handelte es sich um einen nicht verschobenen Bruch der Speiche.
Ein weiteres erstes Mal in meinem Leben war dann das Röntgen. Für mich war es sehr spannend mal so ein Bild meines Innenlebens zu sehen! Als Erinnerung - oder Weitergabe für den behandelnden ambulanten Chirurgen - hab ich es dann auch auf CD gebrannt bekommen.
Sobald mein Arm dann in Gips war, konnte ich wieder nach Hause - nicht ohne am nächsten Vormittag noch einmal zur Gipskontrolle zu müssen, die ein Assistenzarzt indischer Herkunft durchführte. Nicht dass ich enttäuscht darüber gewesen wäre doch nicht wie angekündigt vom Chefarzt kontrolliert zu werden.
Jetzt warte ich auf die nächste Gelegenheit mich bei der ambulanten Chirurgie vorzustellen. Und dann heilt der Bruch hoffentlich ohne einen operativen Eingriff von selber aus.