
Es gibt vieles, was man an ihm vermissen kann: die strahlend blauen Augen, sein Charisma, seine unverkennbare Schauspielkunst, die Wandlungsfähigkeit.
Paul Newman ist als eine der letzten Größen einer längst vergangenen Hollywood-Ära abgetreten, der Krebs hat ihn leider besiegt.
Man sagt ihm nach, dass er jemand gewesen sei, der die Vergangenheit mit der Gegenwart und Moderne hinsichtlich seiner schauspielerischen Qualitäten verbinden konnte. Nun hab ich zwar seine neueren Filme bisher nicht gesehen, muss aber sagen, dass ich schon was Besonderes an ihm erkennen konnte, als ich das erste Mal "Der Clou" gesehen hab, in dem er und Robert Redford zwei Gauner mit Witz und Charme spielen. Genauso gefallen hat mir das Duo in "Butch Cassidy und Sundance Kid". Die zwei sollen auch privat sehr gut befreundet gewesen sein und haben beide nichts vom Klatsch-und-Tratsch-Leben Hollywoods gehalten; was bei Paul Newman schon daran zu erkennen ist, dass er 50 Jahre lang mit ein und derselben Frau verheiratet war.
Irgendwie hatte ich schon monatelang so ein seltsames Gefühl, dass ich bald von seinem Tod lesen würde; obwohl ich von seiner Krebskrankheit nichts wusste. Weiß nicht, was diese Intuition zu bedeuten hatte, auf jeden Fall ist sie nun traurige Gewissheit geworden.
Vielleicht lernt ihn mein Papa ja nun persönlich kennen!