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Freitag, 21. November 2008

Sein letzter Gang

Gerade hab ich wieder ein paar Tränen vergossen, als der Film Dead Man Walking dem Ende zuging.
Denn obwohl ich die Todesstrafe befürworte, hat Sean Penn den reuigen Täter so gut dargestellt, dass ich als Zuschauerin nicht anders konnte, als von seinen Worten überzeugt zu sein.
Im Film geht's um Matthew Poncelet, der der Nonne Schwester Helen Prejean einen Brief schreibt, in dem er um ihren Beistand bittet. Großen Kontakt hat er zu seiner Familie nicht mehr, und er sitzt seit mittlerweile sechs Jahren im Todestrakt.
Sein Verbrechen: Mit einem Freund hat er ein Liebespaar in einem Wald aus dem Auto gezerrt, beide brutal vergewaltigt und anschließend erschossen.
Die Eltern leben seit Jahren in Trauer und Hass, und wollen Poncelet hingerichtet sehen. Schwester Helen versucht sich einfühlsam um sie zu kümmern, stößt aber auf wenig Gegenliebe, als sie den Eltern sagen muss, dass sie dem Täter geistlichen Beistand bei seiner Hinrichtung leisten wird.
Und so leistet sie in Poncelets letzten Tagen noch ein bisschen Gesellschaft, versucht ihn zur Wahrheit zu bewegen und an seinen Glauben zu appellieren.
Der Film geht total unter die Haut. Auf ihn gekommen bin ich, weil wir ihn in der zehnten Klasse im Ethikunterricht angeguckt haben, als wir gerade das Thema Todesstrafe behandelten.
Kann ihn nur empfehlen, Susan Sarandon und Sean Penn spielen großartig.