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Dienstag, 3. März 2009

Abgeschmiert oder: Wenn die Gastronomie am Personal spart

Nachdem am Sonntag Abend urplötzlich das Internet weg war, sich zwei Tage lang weigerte zu funktionieren und sich zwischendurch herausstellte, dass es sich um eine Störung in meiner Straße handelt, bin ich endlich wieder online - wobei ich sagen muss, dass zwei Tage ohne Netz auch mal ganz schön waren. Ich konnte mich endlich mal überwinden das Chaos auf meinem Schreibtisch einzudämmen. Nicht selten sieht es auf selbigem nämlich SO hier aus:



Und da ist die grüne Ablage rechts oben noch leer!
Gut, das also die positiven Nachrichten.
Aber ein bisschen Gemotze muss schon noch sein. Es fällt nämlich auf, dass der Service in meinem Stammbillardcafé zusehends schlechter wird.
Samstag Abend war ich mit meinem besten Freund und vier Anhängseln in obiger Lokalität zum Billardspielen. Daniel und ich waren etwa 20 Minuten eher da und hatten unsere Getränkebestellung bereits mit Entgegennahme der Kugeln aufgegeben. Unsere vier Mitstreiter, die um einiges später da waren und demzufolge auch später bestellt hatten, bekamen ihre Getränke allerdings zuerst - und das ist Daniel und mir nicht zum ersten Mal dort passiert. Es kommt in letzter Zeit öfter vor, dass wir entweder unverhältnismäßig lange auf unsere Bestellung warten müssen oder komplett vergessen werden.
Sonntags war ich dann nochmal mit Steph ein paar Kugeln schieben. Nach vier Runden sprach mein Magen aber schon so laut zu mir, dass ich eine warme Mahlzeit dem Spielen vorzog.
Eine etwas finster dreinblickende Kellnerin brachte die Speisekarte und ward von da an nie wieder gesehen. Geschlagene 20 Minuten später fragte ich dann mal eine vorbeigehende Kollegin, wer denn für unseren Tisch verantwortlich sei, denn offensichtlich fühle sich dann niemand mehr für uns zuständig. Sie nahm die Bestellung dann auch mehr oder weniger nebenbei auf...
Nur gut, dass es in Chemnitz noch andere Billardkneipen gibt - ich weiß nicht, ob ich dem Moskau unter den gegebenen Umständen noch lange treu sein werde.

Freitag, 16. Januar 2009

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Ich glaube langsam, dass es kein scheußlicheres Gefühl gibt, als wenn man bemerkt, dass man sich soeben aus der Wohnung ausgesperrt hat.
Das ist mir nämlich eben zum dritten Mal passiert, und in dem Augenblick des Bemerkens stieg schon wieder die übelste Panik in mir hoch.
Warum es geschehen ist?
Ich wollte Gutes tun! Mich packte plötzlich der Ehrgeiz unseren Müll runterzubringen, nachdem ich bemerkt hatte, dass mein Papierkorb schon wieder am Überlaufen ist. Also alles fein sortiert, eingetütet, zugeknotet, den Schlüssel für den Container genommen und aus der Wohnung getreten.
Das war der entscheidende Fehler.
Zum Glück gibt es ja kein Problem, wofür es nicht auch eine Lösung gibt.
Also hab ich unsere Nachbarin im Erdgeschoss gefragt, ob ich telefonieren dürfe, meine Ma angerufen, die wiederum Mathias angerufen hat (ich sollte nicht vom Festnetz Frau Sieber-Hoangs auf seinem Handy anrufen), der dann binnen kürzester Zeit da war und mir den Schlüssel gebracht hat.
Glücklicherweise hat ihm meine Ma zu Weihnachten das symbolische Geschenk gemacht den Schlüssel zu unserer Wohnung zu bekommen.
Ansonsten wäre sie auch nach Hause gekommen.
Meine Fresse, dass ich aber auch nie aus meinen Fehlern lerne!
Und das Groteske daran war: Meine erste Befürchtung war nicht, dass ich jetzt stundenlang vor der Tür auf Rettung warten müsste, sondern dass ich WILDFIRE, meine neu entdeckte Lieblingsserie im Fernsehen, verpasse!

Donnerstag, 27. November 2008

Eine neue alte DVD

Ich hab vorhin nicht schlecht geguckt, als ich meinen Blick über mein DVD-Regal schweifen ließ und plötzlich eine DVD entdeckte, vor der ich in letzter Zeit schon mehrmals im Kaufhaus stand und sie kaufen wollte.
Meine Augenbrauen zogen sich voller Skepsis zusammen, denn dort stand eine DVD, auf der ich meinte 30 über Nacht zu lesen. Ich unterzog meinen Verdacht einer genaueren Prüfung und musste verblüfft feststellen, dass es tatsächlich dieser Film mit meiner Jennifer Garner ist! Aber neben dieser freudigen Reaktion kam auch Verwirrung auf.
Bin ich dement?
Wann hab ich diese DVD denn gekauft, verdammt nochmal?
Und warum ist sie nicht schon längst im DVD-Profiler registriert?
Toll, somit konnte ich es mir nun abschminken in eben jenem Programm auch das Kaufdatum einzutragen - wieder eine Störung in meiner so akribischen und mit sämtlichen Kaufdetails ausgestatteten Sammlung. Perfektionist zu sein ist manchmal schon ganz schön blöde..
Mit 24 Jahren Alzheimer zu haben aber auch!

Montag, 1. September 2008

Innendienst Tag 1

Ich hatte heute meinen ersten Tag Innendienst seit Längerem. Bis auf wenige Ausnahmen fand ich ihn auch wirklich toll, denn ich konnte wieder ein bisschen was dazu lernen - vor allem, was die Befehle im betriebsinternen Auskunftssystem anbelangt. Als Außendienstmitarbeiter hat man doch recht wenig Ahnung von der Materie, da man sich nur wenig damit beschäftigt und eher andere Sachen um die Ohren hat. Das war also das Schöne an dem Tag, aber auch, dass die Zeit schnell vorbei war und wir pünktlich 16 Uhr gehen konnten.
Weniger erfreulich waren drei Dinge:
  • Zickenkrieg mit Nancy
  • Gehaltsabrechnung im Büro liegen lassen
  • Kette trotz Reparatur wieder rausgesprungen
Gut, dass ich mich eines Tages mit Nancy in die Haare bekommen würde, war abzusehen. Wir mögen uns einfach nicht. Und das hat nicht mal einen besonderen Grund. Wir sind uns einfach von Natur aus unsympathisch, schätze ich.
Aber dass mein Fahrrad immer noch nicht richtig funktioniert, obwohl es der Freund meiner Mutter aufwändig reparieren und viel Geld liegen lassen hat, finde ich 'ne Schweinerei!
Warum kriegt es niemand auf die Reihe das Fahrrad ordentlich hinzubekommen?
Ich möchte nicht bei jedem Mal, wenn ich es benutze, Angst haben müssen, dass ich es den ganzen Weg wieder schieben darf. Das nervt mit der Zeit einfach mal.
Und gut, die Sache mit der Lohnabrechnung war mehr als schusselig. Zwischendurch hat mich die Innendienst-Fee schon darauf hingewiesen das Blatt nicht lose herumliegen zu lassen, kurz vor Feierabend dann ein zweites Mal, das ich mit einem "Ja, ich werd's ja dann gleich einpacken, bevor ich geh" abgetan hab.
Als ich dann zu Hause ankam, entwischte nur ein ziemlich lautes "Scheiße!" meinem Mund.
Hoffentlich liegt's morgen noch da, und die Putzfrau ist deswegen nicht depressiv geworden - wobei: Wer negative Provision erhält, ist keineswegs zu beneiden. ;o)

Montag, 16. Juni 2008

Desorganisiert

Mit Vorfreude hab ich mich heute morgen 07.15 Uhr auf den Weg zur Berufsschule gemacht. Endlich ein ordentlicheres und schöneres Klassenzimmer, endlich wieder im Haus I auf der Kanzlerstraße!
Ausgefreut. An der Ecke West-/Kanzlerstraße kommt mir meine Leidensgefährtin Katrin entgegen und sagt: "Der Direktor hat gesagt, bleibt alles beim Alten."
OMFG! Bitte jagt uns nicht wieder in das kleine Dachgeschosszimmer, in dem man auf Grund der Klassenlautstärke kein bisschen lernen kann! Bitte tut das nicht - wo doch mangels 13. Klasse endlich ein paar Räume im Haus I frei werden!
Oh doch, ganz so schien es aber. Also setzten wir uns wie üblich vor unser noch abgeschlossenes Klassenzimmer, obwohl mich der leere Stundenplan davor irgendwie schon stutzig machte.
Als dann aber drei Minuten vor Stundenbeginn immer noch niemand da war, machten wir uns dann doch zu zwei auf die Suche nach unseren Mitschülern, deren Autos schon vor der Schule geparkt waren. Anscheinend wusste trotz fehlender Information im Internet jeder außer uns, wo wir nun Unterricht hatten! Gute zehn Minuten nach Stundenbeginn hatten wir dann doch noch ins richtige Zimmer gefunden, nachdem Katrin bei Juliane auf dem Handy durchgeklingelt hatte. Und es entsprach NICHT der Information des Direktors!
Als ich dann endlich auf meinem Platz saß, meinte Juliane noch zu mir, dass sie mir via Handy Bescheid gegeben hatte. In der Tat waren auch ein Anruf in Abwesenheit und eine SMS da - blöd nur, dass ich meinen mp3-Player angehabt und nichts davon mitbekommen hatte..