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Donnerstag, 23. September 2010

Déjà Vu

Wenn ich morgen meinen ersten Mietvertrag unterschreibe und die Wohnung Anfang Oktober übergeben bekomme und ein paar Tage später einziehe, weiß ich schon genau, welches Gefühl ich dabei empfinden werde.
Es wird genauso sein wie damals, als ich in Dresden mein Studium anfing und Papa mir beim Umzug geholfen und mich hingefahren hat. Es war genau, nachdem ich meine Führerscheinprüfung abgelegt hatte, und in diesem Zusammenhang blieb mir übrigens auch nichts anderes übrig, als sie zu bestehen.
Erstmal hat er mich natürlich auf die übliche Weise beschimpft, nachdem ich ihn zielgerichtet zum Wohnheim lotste, aber vergessen hatte, dass wir ja zuerst zum Studentenwerk mussten, um Mietvertrag und Schlüssel abzuholen. Und dann in meiner damals zukünftigen Bleibe angekommen, war alles ganz neu. Das Zimmer war für zwei Personen gedacht, aber die Kommilitonin, die es bis dahin bewohnt hatte, war schon fast mit ihrem Studium fertig und ließ sich nur noch sporadisch blicken.
Ungefähr eine Stunde war Papa dann noch da. Als er mich "verließ", hab ich nur gedacht: 'Lass mich nicht allein, bitte lass mich in dieser großen unbekannten Stadt mit all dem Neuen und Unbekannten nicht allein'. Puh, ein völlig fremdes Gefühl...
Ich wusste noch gar nicht, was mich erwartet, und mit dieser neu gewonnen Freiheit, die ich in diesem Moment eigentlich gar nicht haben wollte, konnte ich noch nicht recht umgehen.
Aber ich weiß noch, dass mein erster Plan dann war, die SLUB zu entdecken, die Universitätsbibiliothek. Und als ich sie betrat, das weiß ich noch genau, blieb mir vor Staunen der Mund offen stehen. Sowas Großes und Mächtiges hatte ich noch nie gesehen...
Und so wird es mir wohl bald nochmal gehen. DER nächste Schritt ins eigene Leben. Eine Entwicklung, die man bewusst erlebt und deren Bedeutung man sich nur langsam klar wird. Ich werde bald meine erste EIGENE Wohnung haben!
Wow!

Donnerstag, 16. Juli 2009

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Ich glaube, es wird mal wieder Zeit für eine Deutschstunde. Aus aktuellem Anlass - sogar mehreren: Chat, Mitmenschen, Büchern - komm ich um etwas Lamentieren nicht herum.
Was mich zur Zeit in der Hinsicht am meisten aufregt, ist die Frage, wann die Leute eigentlich die guten alten W-Fragewörter verlernt und noch schlimmer, in diesem Zusammenhang Worte wie daran, darum, darüber verlernt haben.
Im letzten Buch, das ich gelesen habe, wimmelt es nur so vor den auseinander genommenen Fragen wie "um was" statt "worum", "an was" statt "woran" oder "gegen was" statt "wogegen", um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Ich finde, dass man als Übersetzer eine gewisse Immunität gegenüber dieser in meinen Augen schlimmen Veränderung der deutschen Sprache haben und sich halbwegs gebildeten Ausdrucks bewusst sein sollte. Wer an dieser Stelle argumentiert, dass eine Entwicklung der Sprache nichts Unübliches ist, mag Recht haben - allerdings ist "Entwicklung" doch immer als eine Vorwärtsbewegung zu betrachten. DAS hier allerdings sind Rückschritte, derer sich irgendwie niemand so recht klar ist. Man übernimmt unbewusst die Sprache der Mitmenschen, mit denen man besonders viel zu tun hat, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie man dabei klingt.
Aber wenn ich dann so Sätze höre wie: "Für das, dass das so ist, kann ich auch nichts..." kommt's mir, gelinde gesagt, hoch. FÜR DAS gibt es das Wort DAFÜR! Für "über das" DARÜBER, für "an das" DARAN, für "auf das" DARAUF oder "von dem" DAVON. Was ist denn zum Henker so schwer daran?
Wollen nicht mal mehr Buchübersetzer gutes Deutsch schreiben?
Muss man alles dermaßen vereinfachen?
Ich hab teilweise beim Lesen eine richtige Wut bekommen...
Denn es ist ein Unterschied, ob man das einmal alle 100 Seiten liest oder man sich von dieser primitiven, es nicht besser könnenden oder wollenden Schreibweise umzingelt sieht.
Ich nehm mir dann jedes Mal vor die e.Mail-Adresse des wortgewandten Übersetzers rauszufinden und ihm eine gepfefferte Nachricht über seine Daseinsberechtigung zu schreiben, allerdings verpufft dieser Ehrgeiz dann meistens auch wieder.
Bevor ich mir das nächste Buch in einem Laden kaufe, werde ich wohl erstmal probeweise durchschmökern und gucken, ob der Übersetzer oder deutsche Autor meinen sprachlichen Anforderungen genügt.
Kann ja wohl langsam nicht mehr angehen, sowas. Greift wie eine Seuche um sich...

Sonntag, 21. Juni 2009

Kleider machen Leute

Das ist zwar ein Bild aus meiner Studienzeit, liegt also schon drei Jahre zurück, aber es komplettiert meinen Gedankengang von heute morgen, als ich im Evakostüm an unserem Spiegel im Flur vorbei ging.
Der nämlich war, dass meine Figur in den Morgenstunden irgendwie immer besser als zu anderen Tageszeiten aussieht, weil die Lichtverhältnisse da hervorragend mitspielen und mir Komplimente machen. Da kann ich immer wieder gut Selbstbewusststein tanken - das mir beispielsweise Umkleidekabinen in diversen Klamottengeschäften jedes Mal zerstören.
Ist euch das auch schon aufgefallen?
Wenn ihr - also vorrangig Frauen - shoppen geht, dass in der Umkleide ein dermaßen ungünstiges Licht ist, dass man sich wie ein Walfisch vorkommt?
Also, mir geht's jedes Mal so. Und ich frage mich, wie die Ketten dann trotzdem noch was verkaufen können, denn eigentlich ist das ja eine vollkommen geschäftsschädliche Tatsache. Vielleicht sollte man sich einfach mal gesammelt bei den Verkäuferinnen beschweren (auf die höhere Ebene hat man schließlich kaum Einfluss), denn als Frau will man in seinen neuen Klamotten doch toll aussehen!

PS: Das tolle Foto hat mein Noch-Freund Hazamel geschossen. *rolleyes*

Freitag, 27. März 2009

Nicht mehr lustig

Es regt mich langsam irgendwie auf, dass die Abstände zwischen den einzelnen Club-Bertelsmann-Lieferungen anscheinend immer kürzer werden und ich Bücher zugeschickt bekomme, die ich nicht bestellt habe, aber die zu einer Reihe gehören, wofür ich irgendwann am Telefon mal Interesse bekundet hab.
Das Päckchen, das ich diese Woche zugeschickt bekommen hab und noch auf der Post abholen muss, werd ich aus Protest nicht abholen. Soll's Bertelsmann als unzustellbar zurück bekommen, ich hab allmählich echt die Nase voll.
Zumal das alles auch noch Hardcover sind, worauf ich wirklich keinen gesteigerten Wert lege.
Mich haben damals während des Studiums die 50€ gelockt, wofür ich mir erstmal fünf Bücher kaufen konnte. Und ich dachte, dass ein Kauf im Quartal locker reicht. Aber ich vergesse das irgendwie jedes Mal, und dann bekomm ich natürlich das Teuerste zugeschickt. So kommt's mir zumindest vor.
Und deshalb kündige ich das Gelumpe jetzt. Ich kauf mir meine Bücher, wann's mir passt - und zwar als Paperback.

Freitag, 9. Januar 2009

Gewichtige Probleme

In mir reift immer mehr der Wunsch danach endlich eine eigene Wohnung zu haben. Ma und ich haben zwar im Moment keinen größeren Stress miteinander, aber es geht mir doch ziemlich auf die Nerven, dass sie so oft versucht mich zu etwas zu machen, wie sie es gern hätte.
Das fängt bei der Namensänderung an, indem sie ständig nachhakt, wie es da läuft, und hört bei meiner Figur auf, was das nervigste Thema an dem Ganzen ist.
Jetzt, wo Weihnachten vorbei sei, solle ich doch endlich wieder mehr Sport treiben, mich auf den Hometrainer stellen, was für die Arme, den Bauch und was weiß ich noch alles machen. Sie hätte halt gern eine Tochter, die schön aussieht.
Spricht da nicht verdammt viel Oberflächlichkeit heraus?
Nur, weil sie sich jeden Tag auf ihre Waage stellt und jedes Gramm zu viel wieder abtrainieren will, muss ich doch noch lange nicht so ticken. Und wieso muss sie mir ihre Denkweise so aufzwingen?
Was ist denn, wenn ich mich so wohl fühle, wie ich bin?
Mal abgesehen davon, dass das auch nicht immer der Fall ist, aber es gibt Kerle, denen ich so durchaus gefalle.
Ich will doch sowieso wieder ein bisschen was machen. Wöchentlich schwimmen gehen, Situps, das mit den Liegestützen funktioniert einarmig leider noch nicht besonders gut. Also wieso muss es dann unbedingt der Hometrainer sein?
Und wieso muss sie das leidige Thema jeden verdammten Tag wieder ansprechen?
Ich hab schon gesagt, dass es mir eines Tages zum einen Ohr rein und zum anderen raus gehen wird. Und während ich das schreibe, tut es mir irgendwie auch Leid, dass ich mich so über sie ärgere, und bekomm ein schlechtes Gewissen.
Aber kann sie mich nicht einfach auch mit ein paar kg mehr lieben?
Ist das so schwer?

Mittwoch, 12. November 2008

Aufgeregt

Mein MSN regt mich gerade etwas auf. Mit meiner neuen DigiCam mache ich öfter mal Bilder von mir, damit ich diverse Benutzerkonten und Profile auf dem aktuellen Stand halten kann. Wenn ich nicht zufrieden mit den Fotos bin oder nur gewisse Teile behalten will, schneid ich sie einfach zu und mach was anderes Schönes daraus - so geschehen beim letzten Mal.
Ein Bild hab ich auf Grund der Tatsache, dass der linke Teil meiner Lippen nicht so schön aussieht, weil ich öfter mal darauf herumbeiße, halbiert, sodass man nur meine rechte Gesichtshälfte sieht. Und das Foto sieht auch ziemlich gut aus.
Da ich regelmäßig meine Anzeigebilder bei MSN wechsle und ein Bekannter nicht selten danach fragt, ob ich wieder eins von mir reinstellen könne, tu ich ihm halt hin und wieder den Gefallen. Jetzt hab ich in der Anzeigevorschau aber gesehen, dass das Bild zentriert dargestellt wird, sich MSN also den Mittelpunkt sucht und den zeigt - was mich ziemlich ärgert, denn das war nicht der Sinn dieses Fotos. MSN soll das Foto bitte in seiner Ganzheit darstellen!
Und damit ihr wisst, was ich meine, zeig ich euch das mal:



Original



Fälschung

Seht ihr, was ich meine?
Total nervig! Genau wie die Tatsache, dass ich hier nicht die zwei Bilder mit Abstand nebeneinander stellen kann. ;o)