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Mittwoch, 29. Juli 2009

Na toll -> Toll!

Ein verschwitztes Gesicht. Verklebte Haare. Ölschwarze Hände und Dreck unter den Fingernägeln. Das ist für mich die Verbildlichung von körperlicher Arbeit.
Und ich war sehr stolz darauf so auszusehen! Denn ich hab zum ersten Mal in meinem Leben eigenhändig mein Fahrrad repariert.
Ich war heute auf dem Weg zu meiner Zahnärztin - nebenbei bemerkt ein sehr schöner Weg, weil man durch den Chemnitzer Stadtpark fährt - als es nicht mehr allzu weit vom Ziel entfernt passierte. Meine Kette sprang ein weiteres Mal raus. Panisch sah ich auf mein Handy, aus Angst den Termin nicht mehr rechtzeitig zu schaffen, aber ich hatte noch eine halbe Stunde Luft. Locker zu schaffen. Unpünktlichkeit ist mir zuwider, zumindest an mir selbst.
Aber wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Also brachte ich die Kontrolle, wie's um die Heilung meiner entfernten Weisheitszähne steht (Klingt das für euch genauso seltsam wie für mich? Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.) hinter mich und machte mich danach an die Arbeit. In gleißender Sonne. Mit nichts als einem schwarz-weißen Kleid, schwarzen Sandalen, meinen Händen und Toilettenpapier, um den schlimmsten Schmutz zu verhindern.
Nach zehn Minuten jedenfalls saß die Fahrradkette dann wieder da, wo sie sollte!
Zur Belohnung hab ich mir dann auf dem Kassberg zwei Kugeln Eis sowie einen Moment der Ruhe gegönnt, und die Kombination aus beidem unheimlich genossen.
Nichts geht über den Moment, wenn ein Mädchen zum ersten Mal in seinem Leben ihr Fahrrad repariert hat.

Dienstag, 14. April 2009

Bilanz eines Arbeitstages

Schöner kann ein (un)gewöhnlicher Arbeitstag eigentlich nicht sein:
  • nach dem Aufstehen WORMS WORLD PARTY gegen den Freund zocken, um wach zu werden
  • vom Freund zur Arbeit gefahren werden
  • entspannt im Büro mit den Kollegen plaudern
  • einen gemeinsamen Außendiensttermin bei einer sympathischen Kundin haben
  • die erste eigene Anbahnung einer privaten Krankenversicherung realisieren
  • eine anderthalbe Stunde Zeit haben, um zu Hause zu chillen
  • eine halbe Stunde mit dem Fahrrad Richtung Kino fahren und dabei dem Kumpel zu begegnen, den man erst dort treffen wollte
  • WILLKOMMEN BEI DEN SCH'TIS angucken
  • abschließend bei teilweise grusliger Atmosphäre und kaputtem Dynamo wieder nach Hause radeln.
Weniger schön hingegen war, dass ich mich den ganzen Kassberg mit der Motivation hochgekämpft hab zu Hause gleich die zweite Halbzeit des UEFA-Viertelfinals FC Bayern München gegen FC Barcelona anzugucken; und dort in Windeseile geduscht und meine Haare gewaschen hab, nur um letztlich zu bemerken, dass die Partie im FreeTV gar nicht ausgestrahlt wird.
Schicksal.

Freitag, 12. Dezember 2008

Mein Fahrrad und ich, Folge zwei

Trotz des plötzlichen Wintereinbruchs über Nacht bin ich auch heute morgen den Weg zur Arbeit mit meinem Fahrrad gefahren. Selbiger wurde dann auch ziemlich aufregend. Denn obwohl ich langsam und bedächtig fuhr, kam mein Fahrrad natürlich nicht umhin an den matschigen Stellen ins Taumeln zu geraten. Ich konnte mich dann meistens auch noch schnell mit einem Fuß auf dem Fußweg abstützen, um das Schlimmste zu verhindern, aber die Aktion eine die Straße überquerende Fußgängerin rechts zu überholen ging schief. Mein Rad rutschte weg, und ich machte einen Kniefall auf der Straße. Meine ockerfarbene - und jetzt leider zerschlissene - schöne Kordhose war dann auf dem entsprechenden Hosenbein weiß gefärbt.
Trotzdem unversehrt und frohen Mutes setzte ich meinen Weg, jetzt nicht mehr ganz so schreckenlos, fort und fuhr die Kassberg-Auffahrt dann sicherheitshalber mit beiden Füßen auf dem Fußweg bremsend herunter.
Ich muss gestehen, dass bei jedem Schlingern meines Fahrrads wegen der rutschigen Fahrbahn mein Herz schon kurz aussetzte, aber das war's mir trotzdem wert von Ma und ihrem Freund gelobt zu werden.
Ich werde auch weiterhin tapfer bei jeder Witterung mit meinem Rad zum Innendienst fahren!

Mittwoch, 6. August 2008

Mein Fahrrad und ich

Mein Fahrrad scheint seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln - schlimmer noch, es scheint einen Sinn für Ironie zu haben!
Als ich heute auf dem Heimweg von einem Freund war, schaffte ich es den Kassberg hoch, nur um an der Stelle, wo es wieder flacher und danach bergab geht, festzustellen, dass die Kette rausgesprungen ist und sich das Treten nicht mehr lohnt.
Wie deprimierend das Fahrrad nach Hause schieben zu müssen!
Auf die Schnelle hatte ich weder Lust noch Geschick die Kette wieder einzusetzen, werd mir das aber bei Gelegenheit angucken.