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Freitag, 27. März 2009

Nicht mehr lustig

Es regt mich langsam irgendwie auf, dass die Abstände zwischen den einzelnen Club-Bertelsmann-Lieferungen anscheinend immer kürzer werden und ich Bücher zugeschickt bekomme, die ich nicht bestellt habe, aber die zu einer Reihe gehören, wofür ich irgendwann am Telefon mal Interesse bekundet hab.
Das Päckchen, das ich diese Woche zugeschickt bekommen hab und noch auf der Post abholen muss, werd ich aus Protest nicht abholen. Soll's Bertelsmann als unzustellbar zurück bekommen, ich hab allmählich echt die Nase voll.
Zumal das alles auch noch Hardcover sind, worauf ich wirklich keinen gesteigerten Wert lege.
Mich haben damals während des Studiums die 50€ gelockt, wofür ich mir erstmal fünf Bücher kaufen konnte. Und ich dachte, dass ein Kauf im Quartal locker reicht. Aber ich vergesse das irgendwie jedes Mal, und dann bekomm ich natürlich das Teuerste zugeschickt. So kommt's mir zumindest vor.
Und deshalb kündige ich das Gelumpe jetzt. Ich kauf mir meine Bücher, wann's mir passt - und zwar als Paperback.

Dienstag, 3. März 2009

Abgeschmiert oder: Wenn die Gastronomie am Personal spart

Nachdem am Sonntag Abend urplötzlich das Internet weg war, sich zwei Tage lang weigerte zu funktionieren und sich zwischendurch herausstellte, dass es sich um eine Störung in meiner Straße handelt, bin ich endlich wieder online - wobei ich sagen muss, dass zwei Tage ohne Netz auch mal ganz schön waren. Ich konnte mich endlich mal überwinden das Chaos auf meinem Schreibtisch einzudämmen. Nicht selten sieht es auf selbigem nämlich SO hier aus:



Und da ist die grüne Ablage rechts oben noch leer!
Gut, das also die positiven Nachrichten.
Aber ein bisschen Gemotze muss schon noch sein. Es fällt nämlich auf, dass der Service in meinem Stammbillardcafé zusehends schlechter wird.
Samstag Abend war ich mit meinem besten Freund und vier Anhängseln in obiger Lokalität zum Billardspielen. Daniel und ich waren etwa 20 Minuten eher da und hatten unsere Getränkebestellung bereits mit Entgegennahme der Kugeln aufgegeben. Unsere vier Mitstreiter, die um einiges später da waren und demzufolge auch später bestellt hatten, bekamen ihre Getränke allerdings zuerst - und das ist Daniel und mir nicht zum ersten Mal dort passiert. Es kommt in letzter Zeit öfter vor, dass wir entweder unverhältnismäßig lange auf unsere Bestellung warten müssen oder komplett vergessen werden.
Sonntags war ich dann nochmal mit Steph ein paar Kugeln schieben. Nach vier Runden sprach mein Magen aber schon so laut zu mir, dass ich eine warme Mahlzeit dem Spielen vorzog.
Eine etwas finster dreinblickende Kellnerin brachte die Speisekarte und ward von da an nie wieder gesehen. Geschlagene 20 Minuten später fragte ich dann mal eine vorbeigehende Kollegin, wer denn für unseren Tisch verantwortlich sei, denn offensichtlich fühle sich dann niemand mehr für uns zuständig. Sie nahm die Bestellung dann auch mehr oder weniger nebenbei auf...
Nur gut, dass es in Chemnitz noch andere Billardkneipen gibt - ich weiß nicht, ob ich dem Moskau unter den gegebenen Umständen noch lange treu sein werde.

Freitag, 9. Januar 2009

Gewichtige Probleme

In mir reift immer mehr der Wunsch danach endlich eine eigene Wohnung zu haben. Ma und ich haben zwar im Moment keinen größeren Stress miteinander, aber es geht mir doch ziemlich auf die Nerven, dass sie so oft versucht mich zu etwas zu machen, wie sie es gern hätte.
Das fängt bei der Namensänderung an, indem sie ständig nachhakt, wie es da läuft, und hört bei meiner Figur auf, was das nervigste Thema an dem Ganzen ist.
Jetzt, wo Weihnachten vorbei sei, solle ich doch endlich wieder mehr Sport treiben, mich auf den Hometrainer stellen, was für die Arme, den Bauch und was weiß ich noch alles machen. Sie hätte halt gern eine Tochter, die schön aussieht.
Spricht da nicht verdammt viel Oberflächlichkeit heraus?
Nur, weil sie sich jeden Tag auf ihre Waage stellt und jedes Gramm zu viel wieder abtrainieren will, muss ich doch noch lange nicht so ticken. Und wieso muss sie mir ihre Denkweise so aufzwingen?
Was ist denn, wenn ich mich so wohl fühle, wie ich bin?
Mal abgesehen davon, dass das auch nicht immer der Fall ist, aber es gibt Kerle, denen ich so durchaus gefalle.
Ich will doch sowieso wieder ein bisschen was machen. Wöchentlich schwimmen gehen, Situps, das mit den Liegestützen funktioniert einarmig leider noch nicht besonders gut. Also wieso muss es dann unbedingt der Hometrainer sein?
Und wieso muss sie das leidige Thema jeden verdammten Tag wieder ansprechen?
Ich hab schon gesagt, dass es mir eines Tages zum einen Ohr rein und zum anderen raus gehen wird. Und während ich das schreibe, tut es mir irgendwie auch Leid, dass ich mich so über sie ärgere, und bekomm ein schlechtes Gewissen.
Aber kann sie mich nicht einfach auch mit ein paar kg mehr lieben?
Ist das so schwer?

Freitag, 14. November 2008

Anruf aus dem Jenseits

Als ich heute nach der fünften Stunde auf mein Handy guckte, hatte ich einen Anruf in Abwesenheit darauf. Das kommt an sich schon selten genug vor, aber als ich sah, wer mich da angerufen hatte, musste ich erstmal nach Luft schnappen: Es war Pa.
Nachdem sich der erste Schrecken gelegt hatte, stieg Ärger in mir auf, denn das bedeutet, dass seine Lebensgefährtin Gabi diese Handynummer noch nicht abgemeldet hat, und noch schlimmer, sie benutzt sie auch noch.
Wo ich Ersteres aus Gefühlsduselei noch verstehen kann, hört das Verständnis bei Zweitem auf; denn das finde ich reichlich makaber. Nicht nur, weil sie mich sonst mit ihrer eigenen Rufnummer zu erreichen versucht, sondern auch, weil sie sich denken kann, wie ich auf sowas reagiere.
Was soll denn das?
Wenn sie mir damit sagen will, dass sie immer noch nicht über Papa hinweg ist, kann sie das gerne auf eine etwas taktvollere Art und Weise tun! Immerhin gibt es nichts auf der Welt, das ich mir sehnlicher wünsche, als wieder von ihm angerufen und gefragt zu werden, ob ich denn heute schon Pläne hätte. Seine spontanen Anrufe fehlen mir so..
Je nach Lust und Laune hat er sich bei mir gemeldet, wir haben ein Treffen eigentlich niemals Tage vorher geplant. Alles war immer so kurzfristig; einfach, weil er auch in den Tag hinein lebte und sich nicht groß um seine Zukunft scherte.
Wenn sich meine Verärgerung wieder etwas gelegt hat, werd ich Gabi fragen, ob sie das war - und wenn ja, aus welchem Grund.