Ich hatte mich eigentlich immer für ziemlich intelligent gehalten... Aber dieses Wochenende hat mich eines Besseren belehrt.
Nachdem ich meinen Plan mir DAS Traumhandy zu kaufen beim zweiten Anlauf nun in die Tat umgesetzt hab, weil der erste Anbieter es mir nicht gegen Ratenzahlung verkaufen wollte, war ich sehr glücklich es am Freitag endlich in der Hand zu haben! Das erstmalige Aufladen des Akkus dauerte arg lange, sodass ich es dann bei meinen Großeltern fortsetzen musste. Ist aber an sich noch nicht das schlechteste Omen gewesen.
Das wirkliche Unglück begann, als ich im Auto meiner Mitfahrgelegenheit Richtung Würzburg ständig damit herumspielte und es in dem kleinen Fach der Tür ablegte, wenn ich es gerade nicht brauchte. Die Konsequenz dessen war nämlich, dass ich es, als der vorletzte Mitfahrer ausgestiegen war und ich auf den Beifahrersitz wechselte, in eben diesem vergaß. Als Schnappi mich dann am Hauptbahnhof abholte, fiel's mir dann siedend heiß ein: Ich hatte meinen neuen und zweitgrößten Schatz in dem anderen Auto vergessen.
Gut, wir also zu Flo nach Hause und die Handynummer meines Fahrers ausfindig gemacht. Er war natürlich alles andere als begeistert, war dann aber immerhin so großzügig mein ihm angebotenes Geld für den Mehraufwand nicht anzunehmen. Die ganze Fahrt über zu dem Treffpunkt mit ihm wäre ich am liebsten im Erdboden versunken, bekam ich den Gedanken an meine eigene Dämlichkeit doch einfach nicht aus dem Kopf.
Naja, trotz allem war das Drama schließlich vergessen, und das Leben konnte weitergehen.
Gestern, am Samstag, stand für Flo das Fußballturnier gegen Betriebsangehörige aus anderen Regionen Bayerns an. Da ich bis aufs Fotografieren keine große Beschäftigung weiter hatte, setzte ich mich intensiv mit meinem neuen Spielzeug auseinander und bunkerte es in meiner Arsch-Hosentasche. Schweeerer Fehler, wie sich später herausstellen sollte - denn nicht nur fiel es ständig heraus und zu Boden, wenn ich mich aufs WC begab, sondern bei Flo zu Hause dann in die Toilette. Plumps.
Gott, was hab ich mich in diesem Moment gehasst! G E H A S S T !
Mein langersehntes und heiß und innig angebetetes Traumobjekt so nachlässig zu behandeln... Folge ist nun, dass die Aufleg-Taste im Zusammenhang damit aufs Hauptdisplay zurück zu gelangen nicht mehr funktioniert, der Akku heute partout nicht mehr geladen werden wollte und womöglich weitere Schäden zurückbleiben werden, weil oder wenn Wasser ins Geräteinnere gelangt ist und damit Rost an den entsprechenden Stellen ansetzen wird.
Ich hoffe dennoch in meiner unglaublichen Naivität, dass sich die Schäden in Grenzen halten werden und die Beziehung zwischen dem Handy und mir doch irgendwie noch gekittet werden kann.
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Sonntag, 12. Juli 2009
Sonntag, 24. Mai 2009
Umso höher, desto platsch
Den Tag, den ich gestern mit Freunden im Erlebnisbad Bad Lausick verbracht hab, kann ich sowohl mit einem lachenden als auch mit einem weinenden Auge bewerten. Dabei hängt das Eine unweigerlich mit dem Anderen zusammen, denn als ich mich nach seeehr langer Zeit mal wieder getraut hab mit einem Köpfer vom Dreier-Brett zu springen, war ich erstmal ziemlich stolz auf mich!
Allerdings musste ich danach feststellen, dass die Öse meines Bikinis, die meine zwei Schätze gut zusammenhält, fehlte. Jetzt sieht er einfach nur noch wie ein misslungener Triangel-Bikini aus, obwohl er doch mal dank des Hakens sooo schön gepusht hat.
Und das war auch noch mein Lieblingsbikini mit so 'nem schicken Krododilmuster...
Naja, da ist guter Rat teuer, aber vielleicht hat meine Mama eine Idee, wie sich das wieder hinbiegen lässt.
Sowas Schönes find ich doch so schnell nicht wieder!
Allerdings musste ich danach feststellen, dass die Öse meines Bikinis, die meine zwei Schätze gut zusammenhält, fehlte. Jetzt sieht er einfach nur noch wie ein misslungener Triangel-Bikini aus, obwohl er doch mal dank des Hakens sooo schön gepusht hat.
Und das war auch noch mein Lieblingsbikini mit so 'nem schicken Krododilmuster...
Naja, da ist guter Rat teuer, aber vielleicht hat meine Mama eine Idee, wie sich das wieder hinbiegen lässt.
Sowas Schönes find ich doch so schnell nicht wieder!
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Dienstag, 7. April 2009
Alles neu macht der April
Zumindest meinen offiziell nur auf platonischer Ebene geliebter Rechner, der mich am Sonntag bei meiner Heimkehr von der Wanderung mit der wunderbaren Meldung begrüßte, dass die Datei C:\WINDOWS\SYSTEM32\CONFIG\SYSTEM beschädigt sei.Also, wenn ich was kaputt mache, dann aber auch richtig!
Ich rief also das eigentlich Wochenende habende Schnubbltier an und bat um Hilfe. Dies war nämlich mal eine Sache, die ich nicht alleine bewerkstelligen konnte; und ich löse meine Probleme gerne selber.
Er fand eine Lösung, allerdings hätte sie so viel Zeit und Geduld in Anspruch genommen, dass ich diesen Weg gleich verworfen und mich entschieden hab zu formatieren.
3.696 Avatare, an die 1.500 mp3, meine neu entdeckte Lieblingsserie WILDFIRE sowie einiges andere ist also über den Jordan gegangen. Schade, aber nicht zu ändern. Lässt sich alles ersetzen, und wichtigere Dateien waren eigentlich nicht drauf.
Völlig ungewohnt war es, wie schnell mein "neuer" Rechner auf einmal wieder hoch- und runtergefahren ist. Das kannte ich in dieser Form gar nicht mehr, genieße es momentan aber jedes Mal wieder aufs Neue.
Auch meine Smileys bei MSN wieder von vorne zu sammeln macht Spaß. So gesehen war es also gar nicht schlecht alles platt zu machen, damit hab ich wenigstens mal entrümpelt.
Wenn jetzt noch "FORMAT Zimmer" funktionieren würde, wäre ich vollauf zufrieden!
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Montag, 23. Februar 2009
Bon Appetit
So, nach 17 Tagen bloggischer Abstinenz und Lethargie melde ich mich wieder zurück. 17 ist eine gute Zahl, eine Primzahl. Perfekt, genau das richtige Timing.
Selbiges hatte unser Chef heute irgendwie gar nicht...
10.30 Uhr war unser Servicebüro mit ihm in der Geschäftsstelle verabredet, um mal wieder ein bisschen Motivation in die Mannschaft zu bringen. Der Jahresauftakt verläuft bei uns erfahrungsgemäß nie sehr gut, weswegen wir heute mal etwas angespornt werden sollten. Dabei hatten wir alle damit gerechnet, dass wir gegen 12, spätestens 13 Uhr fertig mit der Chose wären. Pünktlich 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung hatte ich mir schnell noch die sechste Staffel "Sex And The City" besorgt, damit ich danach schnellstmöglich und ohne Umwege zu Hause sein und sie sofort angucken könnte.
Aaaber da hatte ich nicht mit Herrn Fischer gerechnet. Der Mensch hört sich so gerne selber reden, dass aus verabredetem Ende 12.30 Uhr gleich mal 15 Uhr geworden ist. Ich hatte mich ja sooo satt, und ich wollte seine Stimme einfach nicht mehr hören.
Gegen Motivation hab ich an sich nichts, das macht er hervorragend, keine Frage. Aber er findet und findet einfach kein Ende, zum Henker!
Kaum zu Hause angekommen und den MSN-Status wieder auf online gesetzt, schrieb mich auch schon ein mittlerweile guter Bekannter aus dem Chat an. Ich sollte nicht ahnen, dass das Gespräch in einer Katastrophe enden würde..
Ich halte eh schon nichts von Selbstmitleid, Depressionen und Krankheiten, über die man den ganzen Tag sprechen muss. Aber ER übertrifft alles. Jedes Gespräch, das wir führen, endet früher oder später beim Thema Krankheit, worüber er wahrlich eine Menge zu berichten hat. Zu diesem Zeitpunkt, da eh schon etwas genervt von der verlängerten Besprechung, hatte ich aber einfach keine Lust mir das wieder anzuhören, zumal ich etwas Hunger hatte.
Auf diese Aussage hin bekam ich dann zu lesen, wie arrogant das denn wäre, gerade wenn jemand Angst hätte, weil etwas Medizinisches ansteht. Er würde mich nie wieder belästigen, das verspreche er mir.
Ich gebe zu, dass ich arrogante Züge hab, aber heute war's einfach nur Ehrlichkeit. Bitte keine Krankheiten zum Mittagessen!
Selbiges hatte unser Chef heute irgendwie gar nicht...
10.30 Uhr war unser Servicebüro mit ihm in der Geschäftsstelle verabredet, um mal wieder ein bisschen Motivation in die Mannschaft zu bringen. Der Jahresauftakt verläuft bei uns erfahrungsgemäß nie sehr gut, weswegen wir heute mal etwas angespornt werden sollten. Dabei hatten wir alle damit gerechnet, dass wir gegen 12, spätestens 13 Uhr fertig mit der Chose wären. Pünktlich 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung hatte ich mir schnell noch die sechste Staffel "Sex And The City" besorgt, damit ich danach schnellstmöglich und ohne Umwege zu Hause sein und sie sofort angucken könnte.
Aaaber da hatte ich nicht mit Herrn Fischer gerechnet. Der Mensch hört sich so gerne selber reden, dass aus verabredetem Ende 12.30 Uhr gleich mal 15 Uhr geworden ist. Ich hatte mich ja sooo satt, und ich wollte seine Stimme einfach nicht mehr hören.
Gegen Motivation hab ich an sich nichts, das macht er hervorragend, keine Frage. Aber er findet und findet einfach kein Ende, zum Henker!
Kaum zu Hause angekommen und den MSN-Status wieder auf online gesetzt, schrieb mich auch schon ein mittlerweile guter Bekannter aus dem Chat an. Ich sollte nicht ahnen, dass das Gespräch in einer Katastrophe enden würde..
Ich halte eh schon nichts von Selbstmitleid, Depressionen und Krankheiten, über die man den ganzen Tag sprechen muss. Aber ER übertrifft alles. Jedes Gespräch, das wir führen, endet früher oder später beim Thema Krankheit, worüber er wahrlich eine Menge zu berichten hat. Zu diesem Zeitpunkt, da eh schon etwas genervt von der verlängerten Besprechung, hatte ich aber einfach keine Lust mir das wieder anzuhören, zumal ich etwas Hunger hatte.
Auf diese Aussage hin bekam ich dann zu lesen, wie arrogant das denn wäre, gerade wenn jemand Angst hätte, weil etwas Medizinisches ansteht. Er würde mich nie wieder belästigen, das verspreche er mir.
Ich gebe zu, dass ich arrogante Züge hab, aber heute war's einfach nur Ehrlichkeit. Bitte keine Krankheiten zum Mittagessen!
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Krank
Freitag, 16. Januar 2009
Und täglich grüßt das Murmeltier...
Ich glaube langsam, dass es kein scheußlicheres Gefühl gibt, als wenn man bemerkt, dass man sich soeben aus der Wohnung ausgesperrt hat.
Das ist mir nämlich eben zum dritten Mal passiert, und in dem Augenblick des Bemerkens stieg schon wieder die übelste Panik in mir hoch.
Warum es geschehen ist?
Ich wollte Gutes tun! Mich packte plötzlich der Ehrgeiz unseren Müll runterzubringen, nachdem ich bemerkt hatte, dass mein Papierkorb schon wieder am Überlaufen ist. Also alles fein sortiert, eingetütet, zugeknotet, den Schlüssel für den Container genommen und aus der Wohnung getreten.
Das war der entscheidende Fehler.
Zum Glück gibt es ja kein Problem, wofür es nicht auch eine Lösung gibt.
Also hab ich unsere Nachbarin im Erdgeschoss gefragt, ob ich telefonieren dürfe, meine Ma angerufen, die wiederum Mathias angerufen hat (ich sollte nicht vom Festnetz Frau Sieber-Hoangs auf seinem Handy anrufen), der dann binnen kürzester Zeit da war und mir den Schlüssel gebracht hat.
Glücklicherweise hat ihm meine Ma zu Weihnachten das symbolische Geschenk gemacht den Schlüssel zu unserer Wohnung zu bekommen.
Ansonsten wäre sie auch nach Hause gekommen.
Meine Fresse, dass ich aber auch nie aus meinen Fehlern lerne!
Und das Groteske daran war: Meine erste Befürchtung war nicht, dass ich jetzt stundenlang vor der Tür auf Rettung warten müsste, sondern dass ich WILDFIRE, meine neu entdeckte Lieblingsserie im Fernsehen, verpasse!
Das ist mir nämlich eben zum dritten Mal passiert, und in dem Augenblick des Bemerkens stieg schon wieder die übelste Panik in mir hoch.
Warum es geschehen ist?
Ich wollte Gutes tun! Mich packte plötzlich der Ehrgeiz unseren Müll runterzubringen, nachdem ich bemerkt hatte, dass mein Papierkorb schon wieder am Überlaufen ist. Also alles fein sortiert, eingetütet, zugeknotet, den Schlüssel für den Container genommen und aus der Wohnung getreten.
Das war der entscheidende Fehler.
Zum Glück gibt es ja kein Problem, wofür es nicht auch eine Lösung gibt.
Also hab ich unsere Nachbarin im Erdgeschoss gefragt, ob ich telefonieren dürfe, meine Ma angerufen, die wiederum Mathias angerufen hat (ich sollte nicht vom Festnetz Frau Sieber-Hoangs auf seinem Handy anrufen), der dann binnen kürzester Zeit da war und mir den Schlüssel gebracht hat.
Glücklicherweise hat ihm meine Ma zu Weihnachten das symbolische Geschenk gemacht den Schlüssel zu unserer Wohnung zu bekommen.
Ansonsten wäre sie auch nach Hause gekommen.
Meine Fresse, dass ich aber auch nie aus meinen Fehlern lerne!
Und das Groteske daran war: Meine erste Befürchtung war nicht, dass ich jetzt stundenlang vor der Tür auf Rettung warten müsste, sondern dass ich WILDFIRE, meine neu entdeckte Lieblingsserie im Fernsehen, verpasse!
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Desorganisiert,
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Lady Chaos
Freitag, 19. Dezember 2008
Von kleinen, mittleren und großen Katastrophen
Gestern stand wieder DAS Ereignis des Jahres für die Geschäftsstelle Chemnitz an, die Weihnachtsfeier. Stattfinden sollte das Ganze in Augustusburg, schätzungsweise 15km vom Stadtkern Chemnitz entfernt. Und das war für manche Leute schon der erste Knackpunkt.
Mein Servicebüro hatte sich aufgeteilt, um dorthin zu kommen, weil vier Leute recht zentral in der Stadt wohnen und die anderen eher in Randgebieten.
Also fuhr ich mit Mike, Katja und Stolli - den Leuten, die das Durchschnittsalter unseres Büros geringfügig drücken. Nadine, Ex-Mitarbeiterin und neue Freundin von Mike, war unsere Mitfahrgelegenheit zur Weihnachtsfeier. Das war schon mal ein Teil eines winzigen Problems. Der zweite bestand darin, dass sich Mike und Nadine am gleichen Tag ein neues Auto zugelegt hatten und es noch nicht eingefahren war. Nadine wurde also die Ehre der Jungfernfahrt zuteil.
Und zu guter Letzt wurde es direkt hinter Chemnitz dann neblig. Das Gesamtproblem war also, dass Nadine das Auto noch nicht wirklich im Griff hatte und sich manchmal nicht zwischen den Spuren entscheiden konnte bzw. sehr weit außen fuhr. Das hat uns anderen vier, die zwar durch die erste und zweite Runde Schnaps schon etwas lustig geworden waren, ein bisschen Angst gemacht, und Mike konnte sich die Frage nicht verkneifen, ob er lieber schon vorher etwas trinken sollen hätte.
Wir kamen also halbwegs gut und nach jedem Zustieg eines neuen Mitfahrers von Mikes jungem Labrador Murphy trotz Raumabtrennung abgeschlabbert in Augustusburg an.
Wie aus der Erfahrung der älteren Semester nicht anders zu erwarten, standen wir dann erstmal eine halbe Stunde in der Kälte herum, bekamen aber Glühwein.
Gemütlich wurde es dann, als wir im Kellergewölbe ankamen, wo es wärmer war, als zunächst gedacht. Alle hatten sich darauf eingestellt ihre Jacken oder zumindest warme Bekleidung anbehalten zu müssen, war aber erfreulicherweise überhaupt nicht so.
Diesmal lief die Weihnachtsfeier finanziell so ab, dass die Debeka das Drei-Gänge-Menü und das Kulturprogramm sponserte, und die Mitarbeiter die Getränke zu bezahlen hatten. 2007 noch hatten wir Karten im Wert von jeweils 40€, die aus separaten Punkten mit Einzelpreisen bestanden, die je nach Wert des Getränks durchgestrichen wurden.
Das, und die eher formelle "Location" könnten die ausschlaggebende Ursachen dafür gewesen sein, dass man dieses Jahr nicht so recht in Fahrt kam. Bis auf unsere Katja, und damit komm ich schon zur größten Katastrophe des Abends.
Es fing ja, wie gesagt, schon im Auto mit den zwei kleinen Flaschen Schnaps an. Dann kam vor dem Einlass der Glühwein dazu, und Rotwein stand auf Katjas Favoritenkarte an alkoholischen Getränken auch ganz weit oben. Ihr seht, worauf ich hinaus will: So ganz nach System trank sie nicht.
Nachdem sie sich die Fahrt lang über schon Gedanken darüber gemacht hatte, ob ihr Ausschnitt nicht doch etwas zu freizügig für die Weihnachtsfeier war und sie selbigen die ersten zwei Stunden des Abends mit einem Tuch bedeckte, ging es später zum anderen Extrem über - auf Neudeutsch nennt sich das Ganze auch "Nippelalarm". Der Alkohol entfaltete also schon seine Wirkung.
Damit einher ging auch die Tatsache, dass ihr Tanzen immer ausschweifender wurde, sie ihre Füße nicht mehr ganz unter Kontrolle hatte und recht auffällig umhertaumelte. Dann kam kurz wieder eine Phase, in der sie sich dank des Striptease unseres Weihnachtsmanns ganz gut halten konnte; allerdings nur, um es danach schlimmer werden zu lassen. Als sie das erste Mal hinfiel, sah das so schlimm aus, dass wir dachten, ihr wär was Schlimmeres passiert. Zum Glück war dem nicht so, aber kurz darauf stürzte sie wieder und riss auch noch Mike mit zu Boden, an dem sie sich mangels eigenen Gleichgewichtsgefühls den restlichen Abend über festhielt.
An dem Punkt beschlossen wir nach Hause zu fahren, denn es wurde nicht mehr besser. Die Kontrolle über den eigenen Körper war vollkommen abhanden gekommen, und wir hatten Mühe sie oben zu halten. Irgendwie schafften es dann auch ein paar Kollegen sie munter und aufrecht zu halten und für die Heimfahrt zurecht zu machen.
Wir waren aufs Schlimmste vorbereitet und hielten schon mal Tücher und eine Tüte für sie bereit, aber zum Glück schlief sie, sobald wir sie unter sämtlichen widrigen Umständen ins Auto verfrachtet hatten, sofort ein und lächelte selig dabei. Aber sie sollte nicht diejenige sein, die sich noch erbrechen würde..
Bei ihr zu Hause angekommen ging das Drama damit weiter, dass wir sie zwei Stockwerke in ihre Wohnung hieven mussten. Sie machte uns das Projekt alles andere als leicht, weil sie immer wieder einknickte und sich auf die Treppe setzen wollte. Nach manchmal gutem und teilweise etwas strengerem Zureden packten wir's dann doch in ihre Wohnung und schleiften sie in ihr Bett. Ausgezogen und zugedeckt ließen wir sie dann allein.
Als nächstes sollte Stolli zu Hause abgeliefert werden. Nadine, die uns auch wieder abgeholt hatte, war wegen Mikes Trunkenheit eh schon reichlich angesäuert, aber die vielen Umwege machten es nicht besser. Denn wie er kurz nach Katjas Ablieferung feststellen musste, hatte er seine Jacke in Augustusburg vergessen, und somit seine Wohnungsschlüssel. Gut, das ließ sich nach ein paar Minuten aber auch organisieren.
Dummerweise konnte Mike dann nicht mehr anders, als nach einer kurzen Vorwarnung die Tür aufzureißen und über der Straße seine Peristaltik rückwärts zu entladen. Nadine bekam nun 'nen richtigen Wutanfall, weil er leider nicht nur die Straße getroffen hatte, sondern es nun auch notwendig wurde den Anzug am nächsten Tag in die Reinigung zu bringen und das Auto zu putzen. Ich glaube, niemand hätte sie in dieser Nacht wirklich beruhigen können, zumal sie den Gestank im Auto dann alles andere als gut ertrug.
Schließlich kam ich dann auch irgendwann zu Hause an, musste feststellen, dass mein Kleid an einer Stelle eingerissen war und schlief dann noch nicht mal besonders schnell ein, als ich endlich im Bettchen lag.
So schön der Abend also begonnen hatte, so katastrophal endete er. Für den einen mehr, für den anderen weniger, aber doch für jeden.
Fazit: Es ist wunderbar mit einem Mann zu tanzen, der seit Jahren die Tanzschule besucht und einem was beibringen kann; aber bitte trinkt nie Alkohol durcheinander, wenn ihr schon Tage und Nächte vorher extensiv gelebt habt!
Mein Servicebüro hatte sich aufgeteilt, um dorthin zu kommen, weil vier Leute recht zentral in der Stadt wohnen und die anderen eher in Randgebieten.
Also fuhr ich mit Mike, Katja und Stolli - den Leuten, die das Durchschnittsalter unseres Büros geringfügig drücken. Nadine, Ex-Mitarbeiterin und neue Freundin von Mike, war unsere Mitfahrgelegenheit zur Weihnachtsfeier. Das war schon mal ein Teil eines winzigen Problems. Der zweite bestand darin, dass sich Mike und Nadine am gleichen Tag ein neues Auto zugelegt hatten und es noch nicht eingefahren war. Nadine wurde also die Ehre der Jungfernfahrt zuteil.
Und zu guter Letzt wurde es direkt hinter Chemnitz dann neblig. Das Gesamtproblem war also, dass Nadine das Auto noch nicht wirklich im Griff hatte und sich manchmal nicht zwischen den Spuren entscheiden konnte bzw. sehr weit außen fuhr. Das hat uns anderen vier, die zwar durch die erste und zweite Runde Schnaps schon etwas lustig geworden waren, ein bisschen Angst gemacht, und Mike konnte sich die Frage nicht verkneifen, ob er lieber schon vorher etwas trinken sollen hätte.
Wir kamen also halbwegs gut und nach jedem Zustieg eines neuen Mitfahrers von Mikes jungem Labrador Murphy trotz Raumabtrennung abgeschlabbert in Augustusburg an.
Wie aus der Erfahrung der älteren Semester nicht anders zu erwarten, standen wir dann erstmal eine halbe Stunde in der Kälte herum, bekamen aber Glühwein.
Gemütlich wurde es dann, als wir im Kellergewölbe ankamen, wo es wärmer war, als zunächst gedacht. Alle hatten sich darauf eingestellt ihre Jacken oder zumindest warme Bekleidung anbehalten zu müssen, war aber erfreulicherweise überhaupt nicht so.
Diesmal lief die Weihnachtsfeier finanziell so ab, dass die Debeka das Drei-Gänge-Menü und das Kulturprogramm sponserte, und die Mitarbeiter die Getränke zu bezahlen hatten. 2007 noch hatten wir Karten im Wert von jeweils 40€, die aus separaten Punkten mit Einzelpreisen bestanden, die je nach Wert des Getränks durchgestrichen wurden.
Das, und die eher formelle "Location" könnten die ausschlaggebende Ursachen dafür gewesen sein, dass man dieses Jahr nicht so recht in Fahrt kam. Bis auf unsere Katja, und damit komm ich schon zur größten Katastrophe des Abends.
Es fing ja, wie gesagt, schon im Auto mit den zwei kleinen Flaschen Schnaps an. Dann kam vor dem Einlass der Glühwein dazu, und Rotwein stand auf Katjas Favoritenkarte an alkoholischen Getränken auch ganz weit oben. Ihr seht, worauf ich hinaus will: So ganz nach System trank sie nicht.
Nachdem sie sich die Fahrt lang über schon Gedanken darüber gemacht hatte, ob ihr Ausschnitt nicht doch etwas zu freizügig für die Weihnachtsfeier war und sie selbigen die ersten zwei Stunden des Abends mit einem Tuch bedeckte, ging es später zum anderen Extrem über - auf Neudeutsch nennt sich das Ganze auch "Nippelalarm". Der Alkohol entfaltete also schon seine Wirkung.
Damit einher ging auch die Tatsache, dass ihr Tanzen immer ausschweifender wurde, sie ihre Füße nicht mehr ganz unter Kontrolle hatte und recht auffällig umhertaumelte. Dann kam kurz wieder eine Phase, in der sie sich dank des Striptease unseres Weihnachtsmanns ganz gut halten konnte; allerdings nur, um es danach schlimmer werden zu lassen. Als sie das erste Mal hinfiel, sah das so schlimm aus, dass wir dachten, ihr wär was Schlimmeres passiert. Zum Glück war dem nicht so, aber kurz darauf stürzte sie wieder und riss auch noch Mike mit zu Boden, an dem sie sich mangels eigenen Gleichgewichtsgefühls den restlichen Abend über festhielt.
An dem Punkt beschlossen wir nach Hause zu fahren, denn es wurde nicht mehr besser. Die Kontrolle über den eigenen Körper war vollkommen abhanden gekommen, und wir hatten Mühe sie oben zu halten. Irgendwie schafften es dann auch ein paar Kollegen sie munter und aufrecht zu halten und für die Heimfahrt zurecht zu machen.
Wir waren aufs Schlimmste vorbereitet und hielten schon mal Tücher und eine Tüte für sie bereit, aber zum Glück schlief sie, sobald wir sie unter sämtlichen widrigen Umständen ins Auto verfrachtet hatten, sofort ein und lächelte selig dabei. Aber sie sollte nicht diejenige sein, die sich noch erbrechen würde..
Bei ihr zu Hause angekommen ging das Drama damit weiter, dass wir sie zwei Stockwerke in ihre Wohnung hieven mussten. Sie machte uns das Projekt alles andere als leicht, weil sie immer wieder einknickte und sich auf die Treppe setzen wollte. Nach manchmal gutem und teilweise etwas strengerem Zureden packten wir's dann doch in ihre Wohnung und schleiften sie in ihr Bett. Ausgezogen und zugedeckt ließen wir sie dann allein.
Als nächstes sollte Stolli zu Hause abgeliefert werden. Nadine, die uns auch wieder abgeholt hatte, war wegen Mikes Trunkenheit eh schon reichlich angesäuert, aber die vielen Umwege machten es nicht besser. Denn wie er kurz nach Katjas Ablieferung feststellen musste, hatte er seine Jacke in Augustusburg vergessen, und somit seine Wohnungsschlüssel. Gut, das ließ sich nach ein paar Minuten aber auch organisieren.
Dummerweise konnte Mike dann nicht mehr anders, als nach einer kurzen Vorwarnung die Tür aufzureißen und über der Straße seine Peristaltik rückwärts zu entladen. Nadine bekam nun 'nen richtigen Wutanfall, weil er leider nicht nur die Straße getroffen hatte, sondern es nun auch notwendig wurde den Anzug am nächsten Tag in die Reinigung zu bringen und das Auto zu putzen. Ich glaube, niemand hätte sie in dieser Nacht wirklich beruhigen können, zumal sie den Gestank im Auto dann alles andere als gut ertrug.
Schließlich kam ich dann auch irgendwann zu Hause an, musste feststellen, dass mein Kleid an einer Stelle eingerissen war und schlief dann noch nicht mal besonders schnell ein, als ich endlich im Bettchen lag.
So schön der Abend also begonnen hatte, so katastrophal endete er. Für den einen mehr, für den anderen weniger, aber doch für jeden.
Fazit: Es ist wunderbar mit einem Mann zu tanzen, der seit Jahren die Tanzschule besucht und einem was beibringen kann; aber bitte trinkt nie Alkohol durcheinander, wenn ihr schon Tage und Nächte vorher extensiv gelebt habt!
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