Sonntag, 11. Januar 2009

Winterliche Freuden

Heute war sooo ein schöner Tag, wie ich ihn schon lang nicht mehr erlebt hab! Nachdem ich 10.30 Uhr von meiner Ma mehr oder weniger aus dem Bett geschmissen worden war, hatte sie mit ihrem Freund Mathias beschlossen das schöne Wetter und die Winterlandschaft zu genießen, indem sie zur Burg Rabenstein fahren würden, dort das Wildgatter besuchen und anschließend zum Totenstein wandern wollten. Und ich wurde dann quasi überredet mitzukommen.
Und ich muss sagen, dass ich's noch nie bereut hab, wenn mich Ma genötigt hat mit ihr und dem jeweiligen Freund (damals Steve, heute Mathias) wandern zu gehen. So auch dieses Mal nicht, denn meine neue DigiCam kam mal wieder fleißig zum Einsatz. Sage und schreibe 112 Fotos hab ich geschossen.
Toll war, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben Wölfe gesehen hab. Das werd ich so schnell nicht vergessen, sind wirklich sehr schöne Wesen. Die von heute haben es sich in der Sonne ziemlich gut gehen lassen, zum größten Teil nur dagelegen, und einer hat das Gatter ein bisschen erforscht.
Die Luchse haben sich nicht aus ihrer Höhle begeben, sondern lagen auch nur ein bisschen verschlafen darin herum; also kam da kein anständiges Foto zu Stande.
Dann haben wir auch noch einen Hirsch mit einem wunderschönen Geweih gesichtet, der mehr als fotowillig war. Er hat sich in alle möglichen Posen begeben und wollte wahrscheinlich eine gute Figur machen. Aber bei drei Hirschkühen hätte ich auch gute Laune, bestimmt ist er mehrmals zum Zug gekommen..
Jedenfalls war der Rundgang nach einigem Schneestapfen und wunderschönen Geschöpfen irgendwann beendet, und wirliefen noch zwei weitere Kilometer zum Totenstein, um uns bei heißer Schokolade mit Sahne und Glühwein aufzuwärmen. Bei der Gelegenheit haben wir 'nen Bekannten getroffen, lange mit ihm gequatscht und getrunken und sind schließlich auch mit ihm den Rückweg angetreten, wobei eigentlich geplant war, dass er uns in der Wurzelschänke noch auf einen Grog einlädt. Aber nachdem sämtliche auf dem Weg liegenden Kneipen mehr als brechend voll waren, sparten wir uns das und fuhren nach Hause, wo wir unserem Hunger mit Thai-Curry Genüge taten.
Und während all dieser tollen Stunden hab ich meinen Rechner und das Internet nicht ein einziges Mal vermisst! Es gibt also noch Hoffnung für mich!

Samstag, 10. Januar 2009

WallE - Der Letzte räumt die Erde auf

Ehrlich gesagt hatte ich mir von dem Film ein bisschen mehr erhofft. Wie so oft, waren die besten Szenen schon im Trailer verpulvert worden. Obwohl ich einige Male lachen musste und die Story teilweise sehr interessante Aspekte hatte, war mir das Ganze doch ein bisschen zu verballert. Explosionen, Staub und Lärm haben mich abgeschreckt; ich hatte etwas weniger Actionreiches erwartet. Insofern finde ich auch, dass der Film nicht unbedingt so sehenswert für Kinder ist.
Aber wenigstens hatte er ein Happy End!
5 von 10 Robotern.

Freitag, 9. Januar 2009

Gewichtige Probleme

In mir reift immer mehr der Wunsch danach endlich eine eigene Wohnung zu haben. Ma und ich haben zwar im Moment keinen größeren Stress miteinander, aber es geht mir doch ziemlich auf die Nerven, dass sie so oft versucht mich zu etwas zu machen, wie sie es gern hätte.
Das fängt bei der Namensänderung an, indem sie ständig nachhakt, wie es da läuft, und hört bei meiner Figur auf, was das nervigste Thema an dem Ganzen ist.
Jetzt, wo Weihnachten vorbei sei, solle ich doch endlich wieder mehr Sport treiben, mich auf den Hometrainer stellen, was für die Arme, den Bauch und was weiß ich noch alles machen. Sie hätte halt gern eine Tochter, die schön aussieht.
Spricht da nicht verdammt viel Oberflächlichkeit heraus?
Nur, weil sie sich jeden Tag auf ihre Waage stellt und jedes Gramm zu viel wieder abtrainieren will, muss ich doch noch lange nicht so ticken. Und wieso muss sie mir ihre Denkweise so aufzwingen?
Was ist denn, wenn ich mich so wohl fühle, wie ich bin?
Mal abgesehen davon, dass das auch nicht immer der Fall ist, aber es gibt Kerle, denen ich so durchaus gefalle.
Ich will doch sowieso wieder ein bisschen was machen. Wöchentlich schwimmen gehen, Situps, das mit den Liegestützen funktioniert einarmig leider noch nicht besonders gut. Also wieso muss es dann unbedingt der Hometrainer sein?
Und wieso muss sie das leidige Thema jeden verdammten Tag wieder ansprechen?
Ich hab schon gesagt, dass es mir eines Tages zum einen Ohr rein und zum anderen raus gehen wird. Und während ich das schreibe, tut es mir irgendwie auch Leid, dass ich mich so über sie ärgere, und bekomm ein schlechtes Gewissen.
Aber kann sie mich nicht einfach auch mit ein paar kg mehr lieben?
Ist das so schwer?

Donnerstag, 8. Januar 2009

Möchtegernheldin

Aus aktuellem Anlass - nämlich dem meiner "Herr der Ringe"-Manie - kommt mal wieder mein allzu großes Herz für Tiere zum Vorschein, aus dem dieser Blogeintrag spricht.
Ich hab mir seit vorgestern jeden Tag einen Teil der Trilogie angeguckt und bin heute bei der "Rückkehr des Königs" angelangt, wo richtig intensive Kämpfe vorkommen, in denen auch Pferde beteiligt sind. Und irgendwie hab ich es schon immer gehasst, wenn Tieren in Filmen was angetan wird; natürlich auch in Wirklichkeit, wie mein kleines Helfersyndrom zeigt, aber hier kann ich einfach nichts machen und muss hilflos zusehen.
Und obwohl ich weiß, dass das alles entweder Stunttiere oder Tricks sind, überkommt mich doch immer wieder das Bedürfnis in den Film zu springen und die Tiere zu retten.
Aber es gibt eine Grenze, und auch die kommt in diesem Teil vor: Spinnen. Da hört die Liebe bei mir auf, besonders, wenn sie so riesig sind und mit schleimigen Toneffekten untermalt werden! Bei diesen Szenen bräuchte ich eigentlich immer eine männliche Schulter zum Ankuscheln an meiner Seite. Ja, da bin ich einfach ein Weichei!

Mittwoch, 7. Januar 2009

Wintereinbruch

Heute bin ich das erste Mal seit Langem wieder so richtig schön durch den Schnee gestapft. Wie in Madses Post schon erwähnt, liebe auch ich es total, wenn der Schnee unter den Schuhen knirscht. Das ist ein richtig toller Winter, und nicht sowas Halbgares wie das, was man ansonsten immer so erlebt. Da komm ich sogar mit den frostigen Temperaturen zurecht, und in der Wohnung wird's dadurch nur noch gemütlicher.
Hoffentlich hält sich das Ganze noch ein bisschen und war nicht nur so ein kurzer Durchzug wie der letzte Wintereinfall kurz vor Weihnachten.
Übrigens hat genau das ja wieder wunderbar geklappt, oder?
Der Winter macht einem Anfang bis Mitte Dezember Hoffnung, dass es eine weiße Weihnacht gibt, und dann wird's nur wenige Tage vorher wieder warm. Typisch!

Montag, 5. Januar 2009

Analysiert oder Vom Verfall der deutschen Sprache

Mir ist aufgefallen, dass ich in diesem Blog noch gar keinen Deut an meine so pedantische und teilweise sicherlich unsympathische Ader verschwendet habe, die mit unserer schönen deutschen Sprache zu tun hat.
Da ich jemand bin, der nicht gerade wenig Wert auf Bildung legt und selbst auch gerne liest und sich informiert, fällt es mir auch auf, wie jemand spricht oder schreibt. Das lässt Schlüsse auf die Allgemeinbildung desjenigen zu. Jemanden, der "als" und "wie" nicht unterscheiden kann oder mit Dativ und Akkusativ auf Kriegsfuß steht, kann ich einfach nicht für gebildet halten; und sei es, weil diese unschöne Sprachgewohnheit einfach auf Einflüssen aus der unmittelbaren Umgebung beruht. Es scheint kaum noch jemanden zu geben, der sich dessen bewusst ist, wie er spricht, und dass er schlicht und ergreifend falsche Ausdrücke übernimmt ohne darüber nachzudenken oder sich dessen bewusst zu sein, dass man's doch in der GRUNDSCHULE ganz anders gelernt hat.
Und dabei meine ich nicht die Rechtschreibung, sondern vorwiegend Grammatik und Ausdruck, weil ich mich mehr auf das Gesprochene als Geschriebene beziehe, obgleich es einer Tragödie gleichkommt, wenn jemand anfängt so falsch zu schreiben, wie er spricht. Deswegen gehe ich jetzt auch nicht groß auf Sachen wie "seid" und "seit" ein.
Da gibt es diese eine Sache, die meine Ohren zum Bluten bringt: die Verwechslung von Dativ bzw. Akkusativ und Nominativ. Richtig wäre: In den Ferien, mit meinen Großeltern - Ausdrucksweise heute: In die Ferien, mit meine Großeltern.
Da krieg ich innerlich einen Schreikrampf!
Ich weiß nicht, wann es damit angefangen hat, dass unsere Bevölkerung dermaßen sprachfaul geworden ist, dass sie diesen einen Buchstaben nicht auch noch an den Artikel hängen kann, und wann das deutsche Volk das Sprachgefühl verloren hat, was richtig und was falsch klingt; aber es regt mich wirklich auf, und so elitär es klingen mag, aber wenn ich sowas bei jemandem höre, der sich mit mir unterhält, vergeht mir jedwede Lust ihm zu antworten. Glücklicherweise ist dieses sprachliche Phänomen noch nicht in die deutsche Filmindustrie eingedrungen.
Was dagegen aber auch dort Überhand nimmt, ist der zunehmende Wegfall der W-Fragewörter. Und nein, damit meine ich nicht "Wer, wie, was, warum?", sondern Fragen wie "Wofür, wogegen, worum, wobei, worüber" etc.
Hier liegt der Mangel nicht an der Richtigkeit. Grammatikalisch ergibt es durchaus Sinn "für was, gegen was, um was, bei was, über was" zu fragen, aber es klingt nicht gerade sehr schön. An dieser Stelle wird die deutsche Sprache schlicht in ihre Einzelteile zerlegt. In meinen Ohren eine sehr unangenehme neue Angewohnheit, die auch nicht gerade den allerintelligentesten Eindruck hinterlässt. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass parallel dazu auch Wörter wie "dafür/wofür" schwinden und durch "für das" ersetzt werden.
Ein weiteres Übel, das anscheinend aus dem Vereinigten Königreich von Großbritannien zu uns rüber geschwappt ist, besteht in dem offensichtlichen Bedürfnis des deutschen Volkes ein Hilfsverb in seinen Sätzen zu verwenden. Warum auch immer, müssen viele "tun" einbauen, was mich irgendwie ja schon an kindliche Sprache erinnert. Ich vermute, dass man so spricht, weil man noch nicht weiß, wie man seinen Satz zu Ende bringen will und man mit "tun" erstmal auf der sicheren Seite ist und Zeit gewonnen hat etwas Sinnvolles zu konstruieren.
Die Anglizismen will ich an dieser Stelle mal weglassen.
Trotzdem frag ich mich, wie es dermaßen bergab mit unserer Sprache gehen konnte, dass kaum noch jemand in der Lage ist ordentliches Deutsch zu sprechen. Das fängt ja schon bei "einziges" an, aus dem plötzliches "einzigstes" gemacht worden ist, obwohl dieses Wort nicht zu steigern ist und seinen Sinn schon in sich selber hat.
Auch als noch so begnadete Optimistin hab ich ehrlich gesagt keine Hoffnung, dass es noch besser werden wird. Ich kann nur hoffen, dass diese Dinge nicht in den DUDEN aufgenommen werden; ansonsten muss ich mich, glaub ich, erschießen.

Sonntag, 4. Januar 2009

Jahresrückblick

Bevor ich mich des Stöckchens annehme, das mir von der schwarzen Seele zugeworfen wurde, wünsch ich euch allen ein gesundes und glückliches Jahr 2009; möge es euch neue Erfahrungen und jede Menge Erfolge bescheren.

Vorherrschendes Gefühl für 2009?
Hoffnung

2008 zum ersten Mal getan?
Hamburg besucht
mit Schnubbl im Urlaub gewesen
ein riesengroßes Bett gekauft
ein DVD-Regal erstanden
eine kirchliche Trauerfeier besucht

2008 nach langer Zeit wieder getan?
In Graal-Müritz Urlaub gemacht!
Sachen über eBay verkauft
Schlittschuh gelaufen
bei Dieter Nuhr gewesen

2008 leider gar nicht getan?
im Skiurlaub gewesen
auf dem Rummel gewesen

Wort des Jahres?
Norina

Zu- oder abgenommen?
Zugenommen.

Stadt des Jahres?
Köln

Alkoholexzesse?
Keine, die mit einem Filmriss oder Kater geendet hätten.

Längere oder kürzere Haare?
Kürzer. Hab sie mir anlässlich des zweiten Lehrjahres schneiden lassen.

Kurz- oder weitsichtiger?
Mir kommt's weitsichtiger vor, an den Dioptrin wird sich aber nichts geändert haben.

Mehr oder weniger ausgegeben?
Mehr.

Höchste Handyrechnung?
86€, von denen ich zum Glück keinen einzigen Euro bezahlen musste.

Krankenhausbesuche?
Einer. Hab mir beim Schlittschuhlaufen die Speiche gebrochen.

Verliebt?
Jap.

Getränk des Jahres?
Hulk

Essen des Jahres?
der Vierer Tapas-Teller im Perro in Dresden, bestehend aus gebackenen Hühnerflügeln, spanischem Gemüseragout, Pute mit Ananas sowie Runzelkartoffeln mit roter Soße

Most called persons?
Schnubbl
Herr Körner, mein Ausbilder

Die schönste Zeit verbracht mit?
Schnubbl im Sommerurlauuub!

Die meiste Zeit verbracht mit?
Steph, Schnubbl und meinem Rechner.

Song des Jahres?
The Killers ~ Human

CD des Jahres?
Sunrise Avenue ~ On The Way To Wonderland

Buch des Jahres?
Ken Follett ~ Die Tore der Welt

Film des Jahres?
Sex And The City - The Movie

Konzert des Jahres?
Dieter Nuhr? -g-

TV-Serie des Jahres?
Wildfire

Erkenntnis des Jahres?
Es gibt Menschen, die im Leben einfach fehlen, aber die dennoch nie aus deinem verschwinden; auch als Atheist kann man auf einmal an himmlische Wesen glauben.

Drei Dinge, worauf ich gerne verzichtet hätte?
Norinas Tod
den Speichenbruch
an der Köln-Ausfahrt vorbeizurauschen

NachbarIn des Jahres?
Familie Sieber-Hoang im Erdgeschoss, die jedes Mal bei unserer Abwesenheit die Päckchen entgegen nimmt und aufbewahrt.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Mit Schnubbl in den Urlaub zu fahren!

Schlimmstes Ereignis?
Norinas Tod

Schönstes Ereignis?
Der Urlaub mit Schnubbl!

2008 war mit einem Wort?
Ereignisreich!

Fang, Steph!