Montag, 31. März 2008

Von Fremdwörtern und runden Zahlen

Juhu, nicht nur meine zum gleichen Zeitpunkt eingestellten Lehrlingskolleginnen sind Zicken, sondern die beiden einen Jahrgang höheren gleich auch noch!
Es ist doch wirklich wunderbares Arbeiten, wenn vier Frauen in einem Gruppenprojekt jedweden Vorschlag sofort ablehnen, ob die Kritik nun sinnvoll ist oder nicht.
Zumindest kann von konstruktiver Kritik keine Rede mehr sein, wenn auf Vorschläge wie, dass man mal die Nachbarn kontaktieren könnte um zu neuen Bausparkunden zu kommen, mit einem

"Ich glaub nicht, dass es das bringt, denn.. obwohl, meine Eltern verstehen sich mit unseren Nachbarn eigentlich gut, aber trotzdem.."
reagiert. Das ist dann einfach nur noch prinzipieller Widerspruch, weil man sonst nichts zu sagen hat oder sich in nur irgendeiner Form einbringen könnte.
Die Nächste reagiert vollkommen ungläubig, als es um einen Flyer geht, auf dem Studenten mit dem Schlagwort Springbreak angesprochen werden sollen, und ich mich damit oute nicht zu wissen, was das ist.
Reaktion der Dame: Jeden Mitarbeiter, der im Büro ist und zufällig gerade vorbeikommt, zu fragen, ob er wisse, was das ist.

"Danke, Gabi, du brauchst jetzt nicht jeden anzusprechen um zu beweisen, dass jeder bis auf mich weiß, was das ist! Ich glaub's dir auch so.."

Die Dritte fing wieder panik- und aufmerksamkeitsheischend mit ihrem ach so schlimmen 20. Geburtstag an, der in vier Wochen ansteht.
Was hab ich verbrochen, dass ich mit SOLCHEN Kolleginnen gestraft werde?



Sonntag, 30. März 2008

Jahresendspurt



Die Snookermeisterschaften 2007/2008 gehen in ihre letzte und entscheidende Runde. Ab 19. April gehen die besten Jungs der World Snooker Association in den wichtigsten Wettkampf des Jahres, die Weltmeisterschaft.
Nach der heutigen Leistung von Stephen Maguire darf man gespannt sein, was er in den vor uns liegenden Wochen zeigen wird, Shaun Murphy sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden!
Die beiden haben sich im Finale der China Open nichts geschenkt, sodass das Match über die volle Distanz ausgetragen und richtiggehend zum Drama wurde.
Es wird also einiges zu erwarten sein.
Ich persönlich werde wieder Neil Robertson und Barry Hawkins die Daumen drücken!

Freitag, 28. März 2008

Das Erbe meines Vaters

GESAMTEINSCHÄTZUNG

"Jens hat sich für den Offiziersberuf entschieden. Dazu hat er einen positiven Standpunkt, den er bei Diskussionen vertrat. Er äußerte seine Meinung offen, konnte aber nicht positiv wirksam werden, da er nicht mit konstruktiven Vorschlägen auftrat, sondern stets nur Zweifel äußerte. Er übte häufig Kritik, bezog diese aber nie auf sich selbst, sodass zwischen Wort und Tat ein deutlicher Widerspruch stand.
Jens fügte sich in die Klasse ein, weil er kontaktfreudig ist. Mit seiner Grundhaltung konnte er aber einen positiven Einfluss nicht ausüben. Gesellschaftliche Arbeit betrachtet Jens nicht als seine Pflicht. Er beteiligte sich an FDJ-Veranstaltungen, blieb aber meist passiv. Ihm übertragene Aufgaben verzögerte er bewusst oder erfüllte sie nicht. Er war nicht bereit seinen Pflichten als FDJler nachzukommen. Das trifft besonders für seine Hauptaufgabe, das Lernen, zu. Seine Arbeitseinstellung war lasch. Hausaufgaben erledigte er häufig nicht, im Unterricht wurde er nur dort aktiv, wo es ihm leicht fiel. Seine guten Leistungen verdankte er intellektuellen Fähigkeiten, die jedoch nur selten seine selbstverschuldeten Lücken überdecken konnten.
Er verstieß wiederholt schwer gegen die Schulordnung, die er in mehreren Punkten nicht zu akzeptieren bereit war."

Montag, 24. März 2008

Let there be Ostern!


"Fröhliche Weihnachten!" haben wir uns auf Grund des bergeweisen Schnees an den vier arbeitsfreien Tagen dieses Mal nur zugerufen.
Das Unheil nahm schon am Dienstag seinen Lauf, als ich in Leipzig wieder ein Seminar hatte und in einer Pause plötzlich Schneeflocken vor dem Fenster bemerkte. Die Erste reagierte völlig verstört, weil sie die Fahrerin an diesem Tag war; aber der Führerschein ist ja an sich nicht nur für sonnige Tage gedacht. ;o)
Jedenfalls hat's dann die ganze Woche mit Schneien nicht mehr aufgehört, und heute war endlich der erste schöne Tag!
Bitte mach, dass der Frühling endlich kommt!

Donnerstag, 20. März 2008

-grml-

Meine Ma hat ein Timing, das geht echt gar nicht! Letzten Freitag hat sie sich auf den Weg nach München gemacht, um am Sonntag mit ihrer zweitbesten Freundin dahin zu fliegen!
Montagsmorgens bekomm ich eine SMS, in denen sie was von 29°C schreibt und am Dienstag fängt's in meinem Bundesland zu schneien an!

Sonntag, 16. März 2008

Und wenn sie nicht gestorben sind, warten sie noch heute..

Man sollte nicht meinen, dass man im stattlichen Alter von 53 Jahren die Reife besitzt anzurufen, wenn man einen Termin nicht wahrnehmen kann.
Gut, wenn man das einmal verschwitzt, ist das menschlich; beim zweiten Mal schon skeptischer zu betrachten und ab dem dritten Mal lässt sich dann eine gewisse charakterliche Schwäche erkennen.
So geschehen letzte Woche, als mein Pate einen Anruf von einer meiner Kundinnen bekam, die sich für ein Angebot für die Hausratversicherung interessierte.
Gesagt, getan, war der Termin für Montag Vormittag gesetzt. Nichts passierte, mein Ausbilder und ich warteten vergeblich, riefen dann aber an und vereinbarten einen neuen Termin für den Dienstag.
Auch das führte nicht zum gewünschten Erfolg. Also hieß es noch einmal anrufen und irgendwie eine Lösung finden, die letztendlich für vergangenen Freitag angesetzt war.
Wort mit vielen ö? Richtig: Möp möp möp möööp!
Als ob wir's nicht schon IRGENDWIE geahnt hatten..
Gut, dann haben wir das also mehr oder weniger telefonisch abgewickelt, wobei wir feststellten, dass es der guten Frau nicht auf kompetenten Versicherungsschutz und gute Leistungen, sondern lediglich auf die billigste Variante ankam - und damit meine ich nicht preiswert, sondern wirklich billig. Deswegen entschied sie sich dann doch lieber für einen Mitbewerber, bei dem sie und ihr Mann doch schon all ihre anderen Versicherungen haben.
Die beiden sind von dem Unternehmen so begeistert, dass der Mann dort gleich auch noch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat - zwei Jahre, nachdem sie die Frau bei uns abgeschlossen hatte.
Schön, wenn man auf jeden Cent achtet, sich aber eine Doppelversicherung leisten kann..

Mittwoch, 12. März 2008

Zwiebeln für alle!

Haben Sie schon Ihre Zwiebel von der Debeka erhalten?
Nach diesem Motto könnten wir mit DER Masse, die vom gestrigen Einkauf für den VM-Infoabend noch übrig war, unseren Vertrieb kreativ und neu gestalten. Sicher, es wäre etwas kurios, dafür aber auffällig und einprägsam!
Ganz von vorne angefangen:
Mein etwas größenwahnsinniger Kollege und ich waren gestern Nachmittag einkaufen, weil wir einen sogenannten Informationsabend für die Tippgeber der Mitarbeiter unseres Servicebüros veranstalteten. Und bei geplanten 20 Mann musste natürlich einiges organisiert werden, angefangen vom Mineralwasser bis hin zum Salat als Beilage für die selbst und mit viel Liebe belegten Brötchen! An diesem Punkt haben wir dann festgestellt, wie sehr es das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert, wenn man gemeinsam etwas Nahrhaftes auf die Beine stellt, jeder seine Aufgabe dabei hat und nebenbei sowohl Bier getrunken als auch "Mein Führer" angeguckt wird.
Nachdem alles vorbereitet war und wir mit unserer beachtlichen Anzahl an Brötchen - nicht weniger als 160 Stück - fertig waren und unser Werk zufrieden betrachteten, waren in der Zwischenzeit unsere Gäste auch schon eingetroffen und es konnte losgehen.
Das Fazit wurde zwei Stunden später ersichtlich, denn übrig waren:

  • die Hälfte an Brötchen
  • noch einmal ungefähr 30 unbelegte Brötchen
  • das gesamte 1,5 Liter Sixpack Mineralwasser
  • fünf Flaschen 1,5 Liter Apfelschorle
  • drei von vier Flaschen Sekt
  • vier von sechs Flaschen Bier
  • 20 Zwiebeln
  • der gesamte Naschkram
Und das war noch lange nicht alles! Anyone a Zwiebel?

Montag, 10. März 2008

Es riecht nach Früüühling!


Und proportional zu diesem wunderbaren Duft an der frischen Luft steigert sich meine gute Laune zusehends!
Nur gut, dass ich heute Nachmittag allein und unbeobachtet in der Wohnung war. Hätte man mich beobachten können, wäre ich sofort eingeliefert worden - was der guten Laune keinen Abbruch getan hätte; also probiert's gar nicht erst!
Hoffentlich war dieser Tag schon der inoffizielle Start in einen wunderbaren Frühling, die Gefühle desselben können es nämlich gar nicht erwarten rausgelassen zu werden!

Sonntag, 9. März 2008

Wertverluste

Himmel, hilf! Wie konnte es mir nur passieren einen rosa Chip zu verlieren, für den ich als Frau eine Fruchtbowle umsonst bekommen hätte?
Was zum Teufel ist mit meiner Mitnahmementalität geschehen?
Ich kenn die Antwort nur zu gut: Sie ist meiner Schlampigkeit zum Opfer gefallen, so geschehen am Samstag im AQUA MARIEN. Frauen bekamen einen Vitamindrink für umsonst, aber nachdem ich bei Haza gekostet hatte, hab ich festgestellt, dass mir da nicht sooo viel entgangen ist!
Prost!

Donnerstag, 6. März 2008

Der Telefonmann

Ist es eigentlich gut vor seinem Bürochef Gefühle zu zeigen?
Heute stand uns zu dritt die Aufgabe des Nachtelefonierens bevor, die sich auf etwas schwieriger zu händelnde Kunden bezog. Deswegen war es an dem Organisationsleiter unseres Servicebüros, kurz OL, das zu übernehmen, weil er doch ein recht gutes Geschick im Umgang mit Menschen am Telefon hat.
Obwohl ich durch ihn zu einem Termin gekommen bin, missfielen mir doch drei Dinge sehr deutlich:
1) Er hat sich die falsche meiner zwei Listen genommen, die ich gerne selber durchgegangen wäre, weil ich sie mir zugetraut habe und die Kontaktaufnahme bzw. Terminvereinbarung anders gehandhabt hätte.
2) Die Art, wie er mich am Telefon bei den entsprechenden Mitgliedern aussehen lassen hat, ärgerte mich. Seine Sprechweise hätte durchaus vermuten lassen können, dass ich von meinem - zu erlernenden - Beruf keinen blassen Schimmer habe.
3) Ich halte wenig davon mit einem bösen Gesichtsausdruck und fast bis zu meinem Gesicht herumfuchtelnden Armen zum Schweigen ermahnt zu werden, wenn ich nur eben etwas zu meinem Ausbilder oder meiner Sitznachbarin flüstere.
Und dementsprechend sah dann mein Gesichtsausdruck wohl auch aus, denn als der OL mit einem der Telefonate fertig war, fragte er mich ganz süffisant:
"Na, Frau Reif, erzählen Sie doch mal, worüber Sie sich so ärgern!"
Nun gut, aber in meinem Alter sollte man dann ja doch soviel Rückgrat haben und seinem Chef sagen können, was einen stört. So habe ich das dann auch getan und die Sache war mehr oder weniger aus der Welt.
Ein Gewitter reinigt halt oftmals die Luft..

Samstag, 1. März 2008

Von Erinnerungen und Andenken


Als ich gestern in meinem Yahoo-Postfach bemerkte, dass es vor ungelesenen und meist unwichtigen e.Mails beinahe überquoll, beschloss ich nach drei Monaten, die ich diesen Rechner nun habe, endlich mal mein Thunderbird einzurichten.
Gesagt, getan.
Beim Abrufen sah ich dann bei einigen e.Mails den Absender "Jens Prauka", den Namen meines Papas. Mein Herz schlug ein bisschen schneller und ich machte mich gleich daran sie zu lesen. Seine liebevollen Worte darin haben mir wieder einmal vor Augen geführt, warum ich ihn so lieb hatte und dass es nie wieder so sein wird. Seltsamerweise keimt auch gar nicht die Frage in mir auf, ob ich mich vielleicht öfter bei ihm melden sollen hätte. Das mag einerseits daran liegen, dass ich finde, dass man sich mit solchen Konjunktiv-Fragen nur selber verrückt macht, weil die Vergangenheit nun einmal nicht umkehrbar ist, und andererseits daran, dass es uns vollkommen ausgereicht hat, wie es war. Wir hatten uns lieb, das war eine Selbstverständlichkeit, die weder ausgesprochen noch durch häufigen Kontakt bewiesen werden musste.
Ich kann seine Stimme immer noch hören.
Ich kann seinen Mund immer noch spüren, wenn er mich küsst.
Ich kann seinen herben Duft immer noch riechen, der sich ein bisschen mit dem Geruch nach Zigaretten vermischt.
Mir fehlen seine spontanen Anrufe, wenn er mich fragt, was ich gerade mache und ob wir ein Eis essen gehen wollen. Das ist auch eines der schlimmsten Dinge für mich. Ich kann nicht mehr mit dem Menschen Eis essen gehen, mit dem ich diese Leidenschaft am intensivsten teile, und der sie mir überhaupt gegeben hat.
Ja, mir fehlt es sogar an meinem Geburtstag von ihm vergessen zu werden..

Rest in Peace, Daddy.

Für immer die Deine!